Grundsicherung
Immer öfter reicht die Rente nicht

In Deutschland müssen immer mehr Rentner zusätzliche Hilfe beantragen. Ihnen steht die sogenannte Grundsicherung zu, wenn die Rente den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt nicht deckt.

HB WIESBADEN. 2007 bekamen rund 733 000 Bedürftige diese Grundsicherung, das waren 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und insgesamt 1,1 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Senioren, die ihre Rente aufstocken mussten, stieg um 5,9 Prozent auf rund 392 000, bei den Erwerbsunfähigen, die ebenfalls Anspruch auf Grundsicherung haben, erhöhte sich die Zahl sogar um 9,2 Prozent auf rund 340 000.

Die Sozialleistung der bedarfsorientierten Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurde zum 1. Januar 2003 eingeführt. Sie soll den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt für Menschen über 65 sowie für dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen ab 18 sicherstellen.

Im Vergleich zu Ende 2003 erhöhte sich die Zahl der Empfänger sogar um rund 67 Prozent. Der hohe Anstieg von 2003 bis 2005 - von rund 439 000 auf rund 630 000 Hilfeempfänger - ist allerdings damit zu erklären, dass nach der Einführung dieser neuen Sozialleistung "ein gewisser Bearbeitungsrückstand" herrschte, wie Markus Dorn vom Statistischen Bundesamt sagte. Der Anstieg von 2005 bis 2007 um rund acht beziehungsweise sieben Prozent "scheint uns realistisch zu sein".

Von den Bürgern ab 65 Jahren nahmen 2007 insgesamt 2,4 Prozent die Grundsicherung in Anspruch, weil ihre Rente nicht reichte. Dies sei zum einen auf die demografische Entwicklung zurückzuführen, erklärte Dorn. Zum anderen mache sich aber auch Langzeitarbeitslosigkeit bemerkbar, die zu einer geringeren Rente führe. Diese Entwicklung werde sich in den kommenden Jahren fortsetzen.

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