Heizen mit Öl, Gas und Strom
Wo Kunden beim Heizen sparen können

Jahrelang kannten die Heizkosten nur eine Richtung: nach oben. Nun scheint der Trend gebrochen – zumindest, was bestimmte Rohstoffe angeht. Wo es die besten Tarife gibt und wie Verbraucher ansonsten sparen können.
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DüsseldorfDer Herbst ist da – und damit auch die Heizsaison. So mancher Verbraucher wird mit flauem Gefühl im Magen an die zurückliegenden Jahre denken. Die warmen vier Wände hatten die Deutschen zuletzt immer mehr gekostet. Im Durchschnitt hat ein Haushalt für Heizung und Warmwasser im Jahr 2000 noch 684 Euro bezahlt. 2012 waren es bereits 1070 Euro. In dem Zeitraum hat sich der Preis für leichtes Heizöl verdreifacht, für Erdgas haben sich die Kosten verdoppelt. Weil auch Strom und Benzin teurer geworden sind, war schnell von „Energiearmut“ die Rede.

Nun scheint der Trend allerdings gebrochen. Für Gas sind die Preise seit zwei Jahren stabil und Heizöl wird von Jahr zu Jahr billiger. Von 2012 auf 2013 etwa ist Heizöl im Durchschnitt um sechs Prozent gesunken, meldet die Beratungsgesellschaft co2online. Nach einem kräftigen Preisrutsch Anfang Oktober waren 100 Liter Heizöl hier und dort schon für weniger als 75 Euro (bei Abnahme von 3000 Litern) zu haben.

Das hat es zuletzt im Januar 2011 gegeben, vor fast vier Jahren. Und es könnte noch weitergehen: „Das muss noch nicht das Ende des Abwärtstrends einläuten“, heißt es im Fachportal der Firma Tecson, eines Herstellers von Tankmesstechnik. „Im Gegenteil ist der Abwärtstrend bei den Rohölpreisen bestens intakt und der Euro konnte sich in den vergangenen Wochen stabilisieren.“

In der Tat: Seit Juli sinkt der Ölpreis, mittlerweile ist die Marke von 90 Dollar deutlich unterschritten. Erste Experten warnen vor Panikverkäufen und einer Abwärtsspirale am Ölmarkt. „Rohstoffpreise reagieren auf Rezessionsängste mit Abschlägen“, sagt etwa Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst EID.

Je billiger Öl aber wird, desto günstiger dürfte auch Gas werden. Nach wie vor folgen die Gaspreise tendenziell den Ölpreisen, wenngleich die Bindung lockerer geworden ist. Die Krise um die Ukraine hat bislang – zum Erstaunen einiger Experten – keine nennenswerten Auswirkungen auf den Gaspreis gezeigt.

Die europäischen Gasspeicher sind gut gefüllt. Selbst bei einer schweren Lieferkrise könnte Europa wohl weitgehend Industrie und Haushalte über den Winter versorgen. Wer in Ihrer Stadt der günstigste Anbieter ist, ermittelt für Sie der Gas-Tarif-Vergleich auf Handelsblatt Online.

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