Im Gespräch mit: Dieter Rauch
„Die Vorsorge zählt"

Für Honoroberater sind börsengehandelte Indexfonds besonders attraktiv. Dieter Rauch, Geschäftsführer des Verbundes Deutscher Honorarberater, erkennt aber auch große Vorteile bei Privatanleger, für die niedrige Gebühren bares Geld wert sind.

Herr Rauch, was macht ETFs für den Verbund und für die Honorarberater so attraktiv?

Die Antwort ist einfach: Studien zeigen immer wieder, dass die meisten aktiven Vermögensverwalter ihre Messlatten auf Dauer nicht erreichen - sie liefern einfach weniger Ertrag ab. Das liegt an den Kosten im Fonds, die ja vom Fondsvermögen abgezogen werden und so die Endrendite schmälern. Glücklicherweise kann man heute fast sämtliche Anlagestrategien über ETFs abbilden. Die Produktpaletten sind inzwischen weit entwickelt. Das war vor ein oder zwei Jahren noch anders.

Warum sind ausgerechnet Honorarberater so interessiert an den Produkten?

Weil für sie Ausgabeaufschläge und Rückvergütungen aus den Managementgebühren der Fonds durch die Anlagegesellschaften keine Rolle spielen. Der Honorarberater nimmt eine Stundenpauschale oder ein Pauschalhonorar für die Beratung, er nimmt keinen Aufschlag, gibt außerdem alle Rückvergütungen an den Kunden weiter. Die Kunden bekommen ein transparentes und preiswertes Produkt. Und der Berater hat auch ein Interesse, dieses Produkt einzusetzen, weil es wenig kostet. Das kommt der Anlegerrendite zugute. Bei den klassischen Beratern und Vermittlern ist das ja bekanntlich anders: Die verdienen an Aufschlägen und ihren Anteilen an der laufenden Fondsgebühr. Diese Anteile können erfahrungsgemäß bis zu 0,8 Prozent pro Jahr erreichen. Sie liegen in Einzelfällen sogar noch darüber.

Wie bieten Sie ETFs ganz konkret an?

In den vergangenen zwei Jahren haben wir beispielsweise sämtliche Vorsorgeprodukte auf dieser Schiene gespielt. Wir haben vor zwei Jahren die erste ETF-Vermögensverwaltung an den Markt gebracht. Dazu kommen gemanagte ETF-Depots, ein ETF-Dachfonds mit 0,7 Prozent jährlicher Managementgebühr sowie die Versicherungsseite.

Was machen Sie im Bereich Altersvorsorge?

Wir bieten eine Rürup-Rente für Freiberufler über diese Indexfonds, außerdem betriebliche Altersvorsorge, in diesem Fall als Direktversicherung mit Beitragsgarantie. Seit April haben wir sogar eine entsprechende Riester-Rente. Im Programm sind natürlich auch einfache Sparpläne beispielsweise auf die Indexfonds für den Dax, Euro Stoxx 50 oder MSCI Welt. Auch die wieder zu typischen Honorarberatergebühren: 95 Cent pro 100 Euro Order, das steigt bis maximal 19,50 Euro bei 3 000 Euro Einzahlung im Monat.

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