Immobilien, Tagesgeld, Sparbuch Die Deutschen sind mit ihrer Geldanlage zufrieden

Trotz Niedrigzinsen mögen es die Deutschen bei der Anlage risikolos – laut einer Studie sind neben Immobilien sichere Sparguthaben weiter gefragt. Überraschend: Sie sind damit zufrieden. Der Bankenverband ist besorgt.
Tagesgeld ist weiterhin gefragt. Quelle: Imago
Zufriedene Anleger

Tagesgeld ist weiterhin gefragt.

(Foto: Imago)

BerlinDie guten Vorsätze der Deutschen bei der Geldanlage stehen. Im kommenden Jahr würden Anleger am liebsten in Immobilien investieren, wenn sie die dafür nötigen Finanzmittel hätten. In einer repräsentativen Umfrage des privaten Bankenverbandes, die die GfK Nürnberg durchführte, sprachen sich 37 Prozent für diese Anlageform aus. Das ist wohl den nach wie vor günstigen Zinsen für Immobilienkredite geschuldet.

Nicht lassen können die Deutschen außerdem vom Tages- und Festgeld. Diese Anlageformen folgen mit jeweils 28 Prozent an zweiter Stelle. Die Niedrigzinsen machen das Sparen offensichtlich nicht unattraktiv. Denn an dritter Stelle kommt bei den Deutschen das Sparbuch.

Überrascht zeigt sich der Hauptgeschäftsführer des privaten Bankenverbands, Michael Kemmer, darüber, wie die Deutschen ihre Geldanlagen 2015 beurteilen. Denn jeder zweite zeigt sich mit der Wertentwicklung seiner Anlage zufrieden. Damit habe die Zufriedenheit im Vorjahresvergleich leicht zugenommen.

Liegt das etwa daran, dass Deutsche stärker der Aktie vertrauen? Mitnichten. Mit 31 Prozent setzten die meisten Deutschen auf das klassische Sparbuch, 24 Prozent auf Tagesgeld – Produkte, die so gut wie keine Rendite brachten. Erst an dritter Stelle rangieren Fondsanteile. Unterm Strich stellt der Bankenverband fest, dass 2015 nur noch 48 Prozent Geld angelegt haben, 2014 waren es noch 57 Prozent. Besonders die 30 bis 30-Jährigen und Senioren zeigten sich enthaltsam.

Was die Kultfilme über den Umgang mit Geld lehren
Finger weg vom Glücksspiel!
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Lando Calrissian, Verwalter der Wolkenstadt und später General der Rebuplik, verliert in einem Sabacc-Spiel den „Millenium Falcon“ (im Bild rechts) an Han Solo. Wirtschaftlich ist das für ihn zwar nicht der Niedergang, aber für Calrissian hatte der Verlust des Raumschiffs wohl einen Karrierewechsel zur Folge: Vom Schmuggler zum Verwaltungshengst.

Die Gefahren des Inkassos
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Schmuggler Han Solo, gespielt von Harrison Ford, steht beim Gangsterboss Jabba the Hutt in der Kreide – und das bringt gleich mehrfach heftig in Gefahr. Weil der seine Schulden nicht bezahlt, wird er von Kopfgeldjägern gejagt, in Karbonit eingefroren und im Palast von Jabba the Hutt als Trophäe ausgestellt.

Immer reichlich Trinkgeld geben
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Greedo, einer der Kopfgeldjäger auf den Fersen von Han Solo, bedroht Solo mit vorgehaltener Waffe in einer Bar in Mos Eisley. Im umstrittensten Feuergefecht der Filmgeschichte („Wer schoss zuerst?“) streckt Solo Greedo (im Bild ein Fan mit schlechter Greedo-Maske) nieder – und gibt dem Barkeeper ein paar Credits Trinkgeld, um sich ungeschoren aus dem Staub machen zu können.

Raffiniertes Verhandeln
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10.000 Credits verlangt Han Solo, um Obi-Wan Kenobi und Luke Skywalker vom Raumhafen Mos Eisley nach Alderaan zu transportieren. Doch Kenobi verfügt nicht über so viel Geld und muss den Schmuggler Solo daher mit einer anderen Variante zum Transport überreden: 2.000 vor dem Abflug, 15.000 zusätzlich bei der Ankunft auf Alderaan.

Bei der Ankunft ist der Planet allerdings bereits vom Todesstern zerstört worden – es bleibt offen, ob Solo die ausstehenden 15.000 Credits jemals erhält.

Unterschätze keinen Verhandlungspartner
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In „Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ versucht Qui-Gon Jinn Ersatzteile für ein Raumschiff beim Schrotthändler Watto (Bild) zu erstehen. Doch der verlangt eine andere Währung als die 20.000 republikanischen Credits, die Jinn anzubieten hat.

Jinn versucht mit einem Jedi-Trick den Schrotthändler Watto zu überlisten, doch der antwortet: „Ich bin Toydarianer! Geistige Tricks funktionieren bei mir nicht, nur Geld! Kein Geld, keine Ersatzteile, kein Geschäft.“ Und so muss selbst der Jedi-Ritter unverrichteter Dinge abziehen.

Finger weg von Wetten!
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Schrotthändler Watto wettet beim Pod-Rennen gegen den jungen Anakin Skywalker – und verliert dadurch das Ersatzteil, dass Qui-Gon Jinn haben wollte und muss auch seinen Sklaven Anakin abtreten, den er sehr geschätzt hatte.

Auf Einhaltung von Kundenrechten drängen
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In „Episode IV – Eine neue Hoffnung“ kaufen Luke Skywalker und sein Onkel Owen von Gebrauchthändler einen Droiden (R5-D4). Doch bevor die Jawa-Händler mit ihrem rostigen Transporter weiterziehen, gibt der Roboter seinen Geist auf. Und Owen fordert einen Ersatz ein – und erhält R2-D2 (Bild).

Für den Bankenverband sind das alarmierende Ergebnisse. „Die strikte Risikoaversion ist fatal, eine Rendite nahe null reicht für den langfristigen Vermögensaufbau nicht aus“, warnt Kemmer. Schließlich müssen die Deutschen zukünftig wesentlich stärker selbst Vorsorge betreiben, um im Alter ihren Lebensstandard halten zu können. Der Bankenverband will die Deutschen nicht zum Kauf von Aktien drängen, aber eine gute Risikomischung könne die Rentabilität der eigenen Geldanlage erhöhen.

  

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