Konditionen-Vergleich

Der große Bluff mit den Gratiskonten

Mehr als 50 Banken werben mit Gratiskonten. Eine Untersuchung zeigt aber, dass kein einziges Produkt bei allen Geschäftsvorgängen kostenfrei ist. Wo Gebühren lauern - und mit welchen Konten die Kunden wirklich sparen.
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Kontoauszug: Trotz anderslautender Werbung gibt es keine Konten, die in jedem Falle gratis sind. Nicht nur bei den Dispozinsen greifen die Banken zu. Quelle: gms

Kontoauszug: Trotz anderslautender Werbung gibt es keine Konten, die in jedem Falle gratis sind. Nicht nur bei den Dispozinsen greifen die Banken zu.

(Foto: gms)

DüsseldorfWenn es um ihre Gratiskonten geht, übertreffen sich die Banken mit Eigenlob. Die Postbank etwa wirbt für ihr Giro-Plus-Konto mit dem Slogan "Null Kosten, volle Leistung". Die Norisbank hält mit ihrem "wirklich kostenfreien Top-Girokonto" dagegen.

Ob in der Stadt oder auf dem Land: Überall gehen die Banker mit ihren vermeintlich günstigen Konditionen auf Kundenfang. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse bewirbt ihr eXtra-Fair-Konto vollmundig mit dem Satz "kostenlos ohne wenn und aber".

Gratisgirokonten gehören bei den Banken längst zum guten Ton. Und immer mehr Institute bieten solche Produkte an, schließlich lassen sich derartige Schnäppchenofferten gut vermarkten. Nach einer Analyse der FMH-Finanzberatung für das Handelsblatt locken aktuell mehr als 50 Institute mit Girokonten ohne Kontoführungsgebühren.

Die Untersuchung weckt aber auch Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Angebote. Und siehe da: Wirklich gratis ist keines der untersuchten Produkte. "Auch wenn es die Werbeversprechen suggerieren, es gibt in Deutschland kein einziges Konto, das für alle Fälle kostenfrei ist", sagt FMH-Inhaber Max Herbst.

In den Preis-Leistungs-Verzeichnissen der Banken finden sich zahllose Gebühren, Entgelte und Bedingungen, die für die vermeintlichen Gratiskonten gelten. 17 Banken, die unter die Lupe genommen wurden, verlangen etwa Gebühren für die Einreichung eines Schecks. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse ("Kostenlos ohne wenn und aber") verlangt dafür laut FMH beispielsweise 2,50 Euro.

"Wechsewillige müssen sich durchs Kleingedruckte kämpfen"
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15 Kommentare zu "Konditionen-Vergleich: Der große Bluff mit den Gratiskonten"

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  • Das sind Banker! Menschenverachtende Wesen. Seid dem Dritten Reich dachte ich, sind alles Menschen gleich. Nur bei Banken nicht. Nur wer min. 1000 Euro Geldeingang im Monat hat, wird als Mensch gesehen. Und Frau Merkel. Sie begrüßt dies. Deshalb die massive Bankerunterstützung! Es soll nach ihrer Meinung Menschen unterschiedlicher Klassen geben. Deshalb der massive Aufbau einer Interventionsarmee!

  • Ihr seid doch schwachsinnig und so einen Müll können nur Bankangestellte verzapfen! Es wird soviel Gewinn und Kapital mit meinem Geld bei einer Bank erwirtschaftet; wenn ich was überweise, hängt mein Geld mehere Tage gewinnbringend im Nirvana; für jeden Furz muss ich zahlen und vertrauen kann man da sowieso keinem! Normalerweise müssen die Banken uns bezahlen, weil wir ihnen unser Geld zur Verfügung stellen!!

  • Die meisten sehen leider nur "0 EUR".

    Was macht ihr, wenn ihr gewisse Sonderleistungen haben wollt:
    - Kleingeldwechsel (wer zählt mein Sparschwein, woher bekomme ich Geldrollen),
    - Fremdwährungslieferung und Rücktausch (wieviel ausländisches Geld liegt bei euch in der Schublade, was, wenn ich SCHNELL alles brauche)
    - Anfahrtkosten zum Geldautomat (was hilft es mir, wenn ich erst einmal 5 km fahren muss um an einen kostenlosen Automaten zu kommen)
    - Kurze Info's vom Schalter, wenn ich etwas nicht verstehe
    - Kleine Sonderwünsche?

    Auf der einen Seite verstehe ich jeden, der möglichst wenig zahlen will. Allerdings sollte man auch einmal abwägen, ob man hier wirklich um den letzten EURO feilschen will oder man einmal bis 5 € mtl. akzeptiert.

    Da ich selber bei einer regionalen Bank arbeite kann man mir natürlich unterstellen, dass ich voreingenommen bin!

  • Reisserisch aufgemachter Artikel ohne Wehrwert. Hier werden einzelne Leistungen ohne Verstand verglichen, die ein Kunde nicht vergleichen sollte.

  • Seltsam, dass die DKB nur am Rande bei der Guthabenverzinsung erwähnt wird. Bei dieser Bank ist wirklich (fast) alles kostenlos: Kontoführung, EC-Karte und Visa-Kreditkarte, Geldabheben weltweit (!) , also im Inland wie im europäischen und außereuropäischen Ausland mit der Visa-Karte. Dazu noch die für ein Kreditkartenkonto attraktive Verzinsung! Nur beim Warenbezug mit der Visakarte werden Gebühren fällig, dafür verwende ich die ebenfalls kostenlose Advanzia Gebührenfrei-Mastercard Gold.

  • "Postbank Girokonto Gebührenfrei (<26 oder Eingang 1500 p.M.)"

    Tja, immer weniger haben über 1500,-- Euro Netto, (meiner Meinung nach sind es bei online-Führung 1250,--Euro aber egal-->) da kommen auch Millionen drunter: trotz Vollzeit.

    "Geil", die Geringverdiener zahlen für Gebührenfreiheit der Besser Verdienenden: vereinfacht dargestellt ich weiß, aber da ist was dran.

    Asoziale Bankenwelt. Wie komme ich da raus?

  • Mein Tipp:
    1.) Postbank Girokonto Gebührenfrei (<26 oder Eingang 1500 p.M.)
    2.) SparCard3000PlusDirekt (10 Freiabhebungen im Ausland p.a)
    3.) Tschibor/Valovis MasterCard völlig Kostenfrei.

    Fazit: Komplexes Angebot völlig ohne Gebühren.
    PS: Welcher Trottel benutzt noch Schecks???

  • ... habe nur auf Zufall reingeklickt auf S. 3 glaube ich. Glatte Fehlinformation stehtd: Man müsse 3 % Gebühren, mindestens 5 € je Abhebung zahlen!
    Völliger Unsinn! Innerhalb der bankrngruppen kostenlos. Außerdem innerhalb der "Cash-Group"kostenlos "DtBa, CoBa, UniCr, Postbank u.a)
    Irreführung, um eine vermeintliche Überraschung zu präsentieren! Voll daneben HB!

  • Ein Hinweis auf eine vernünftige Girokonto-Vergleichsseite hätte völlig ausgereicht, denn dort kann jeder *kostenfrei* für sich und nicht pauschal ausrechnen, welches Girokonto vermeintlich günstiger ist.
    Der Artikel hat für jemanden, der sich mit der Girokontoauswahl wirklich beschäftigt hat, leider keinen Mehrwert.

  • Die PSD Banken wurden anscheinend übersehen. Durch den Verbund mit der Volksbank und Raifeisen gibt es an fast jeder Ecke in Deutschland Geld. Und die Mastercard kostet auch nix.

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