Kredite der Banken
Rot-grünes Bündnis gegen Wucherzinsen

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Viele Kunden zahlen unnötig hohe Zinsen

Als Hauptproblem sieht Verbraucherschützerin Pallasch aber vor allem eine fehlende Markttransparenz. „Denn wenn es die nicht gibt, ist auch der Druck für die Banken nicht so groß, die Dispozinsen anzupassen.“ Die Kunden hätten wegen der Informationspolitik der Institute häufig erhebliche Schwierigkeiten, die Dispozinsen zu vergleichen.

Beim Wechsel zu einem kostenlosen oder günstigen Girokonto können Bankkunden bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Zu diesem Urteil ist die Zeitschrift „Finanztest“ gekommen. Sie hat 91 Kreditinstitute verglichen. Allerdings sollten beim Kontowechsel nicht allein die Gebühren eine Rolle spielen.

Wer etwa auf ein oft kostenloses Konto bei einer Onlinebank umsteige, müsse darauf achten, dass diese ein sicheres Verfahren für die Bankgeschäfte per Internet nutze. Empfehlenswert seien dabei ChipTan mit einem Kartenlesegerät, FinTS mit einer Software oder MobileTan per Handy, erklärten die Tester. Um den Vorteil eines Gratiskontos voll zu nutzen, sei auch wichtig, wie viele Geldautomaten eine Onlinebank kostenlos anbiete.

Auch wer eine Bank mit Filialen bevorzuge, könne sparen. So seien auch hier Gratiskonten zu haben, wenn etwa der monatliche Geldeingang eine gewisse Summe überschreitet. Oft sei nicht einmal ein Bankwechsel nötig, da viele Institute mehrere Kontomodelle zu unterschiedlichen Preisen anböten.

Ein Deckel auf die Dispo-Zinsen könnte die Kreditlast vieler Verbraucher deutlich senken. Denn viele Kontoinhaber sind träge. Sie schrecken davor zurück, bei einer anderen Bank ein Girokonto zu eröffnen – selbst wenn die Zinsen für ihre Kreditlinie hoch und die Kontoentgelte üppig sind. Dies hat der Finanzexperte Max Herbst von der FMH Finanzberatung in Frankfurt festgestellt.

Die Sorge der Verbraucher sei: Bei der neuen Bank müssten sie vielleicht auf ihren gewohnten und notwendigen Dispo verzichten. „Doch diese Furcht ist unbegründet. Etliche Häuser gewähren neuen Giro-Kunden von Anfang an einen Dispokredit“, sagt Max Herbst, der bei Banken recherchiert hat.

Kommentare zu " Kredite der Banken: Rot-grünes Bündnis gegen Wucherzinsen"

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  • Verehrte Foristen, ihr regt euch, irgendwie auch zu recht, über den populistischen Schwachsinn von Rot-Grün auf, der Aufreger schlechthin ist meiner Meinung nach, dass die Redaktion des HB, sollten ja Wirtschaftsfachleute sein, diesen Unfug übernehmen und sich nicht zu blöd sind, sich vor den Karren der Gutmenschen und Volksbeglücker zu spannen und unendgeltlich(???) Wahlwerbung für diese zumachen!

  • Ihre Aufzählung ist beeindruckend, nichtsdestotrotz möchte ich noch ein Beispiel beitragen:
    Die Bundestagsverwaltung wurde beschuldigt und verurteilt ca 70 Scheinselbständige zu beschäftigen.

  • Wollen sich nun die rot-grünen Volksbevormunder auch in die Geschäftsmodelle der Banken einmischen?

    Das ist doch alles populistischer Unsinn?

    Was kommt eigentlich dabei raus, wenn rote Farbe mit grüner Farbe gemischt wird - irgentwas bräunliches?

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