Kredite der Banken Rot-grünes Bündnis gegen Wucherzinsen

Seite 2 von 3:
Viele Kunden zahlen unnötig hohe Zinsen

Als Hauptproblem sieht Verbraucherschützerin Pallasch aber vor allem eine fehlende Markttransparenz. „Denn wenn es die nicht gibt, ist auch der Druck für die Banken nicht so groß, die Dispozinsen anzupassen.“ Die Kunden hätten wegen der Informationspolitik der Institute häufig erhebliche Schwierigkeiten, die Dispozinsen zu vergleichen.

Beim Wechsel zu einem kostenlosen oder günstigen Girokonto können Bankkunden bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Zu diesem Urteil ist die Zeitschrift „Finanztest“ gekommen. Sie hat 91 Kreditinstitute verglichen. Allerdings sollten beim Kontowechsel nicht allein die Gebühren eine Rolle spielen.

Wer etwa auf ein oft kostenloses Konto bei einer Onlinebank umsteige, müsse darauf achten, dass diese ein sicheres Verfahren für die Bankgeschäfte per Internet nutze. Empfehlenswert seien dabei ChipTan mit einem Kartenlesegerät, FinTS mit einer Software oder MobileTan per Handy, erklärten die Tester. Um den Vorteil eines Gratiskontos voll zu nutzen, sei auch wichtig, wie viele Geldautomaten eine Onlinebank kostenlos anbiete.

Auch wer eine Bank mit Filialen bevorzuge, könne sparen. So seien auch hier Gratiskonten zu haben, wenn etwa der monatliche Geldeingang eine gewisse Summe überschreitet. Oft sei nicht einmal ein Bankwechsel nötig, da viele Institute mehrere Kontomodelle zu unterschiedlichen Preisen anböten.

Ein Deckel auf die Dispo-Zinsen könnte die Kreditlast vieler Verbraucher deutlich senken. Denn viele Kontoinhaber sind träge. Sie schrecken davor zurück, bei einer anderen Bank ein Girokonto zu eröffnen – selbst wenn die Zinsen für ihre Kreditlinie hoch und die Kontoentgelte üppig sind. Dies hat der Finanzexperte Max Herbst von der FMH Finanzberatung in Frankfurt festgestellt.

Die Sorge der Verbraucher sei: Bei der neuen Bank müssten sie vielleicht auf ihren gewohnten und notwendigen Dispo verzichten. „Doch diese Furcht ist unbegründet. Etliche Häuser gewähren neuen Giro-Kunden von Anfang an einen Dispokredit“, sagt Max Herbst, der bei Banken recherchiert hat.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Wie viel ein Wechsel der Bank bringt
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

22 Kommentare zu "Kredite der Banken: Rot-grünes Bündnis gegen Wucherzinsen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Verehrte Foristen, ihr regt euch, irgendwie auch zu recht, über den populistischen Schwachsinn von Rot-Grün auf, der Aufreger schlechthin ist meiner Meinung nach, dass die Redaktion des HB, sollten ja Wirtschaftsfachleute sein, diesen Unfug übernehmen und sich nicht zu blöd sind, sich vor den Karren der Gutmenschen und Volksbeglücker zu spannen und unendgeltlich(???) Wahlwerbung für diese zumachen!

  • Ihre Aufzählung ist beeindruckend, nichtsdestotrotz möchte ich noch ein Beispiel beitragen:
    Die Bundestagsverwaltung wurde beschuldigt und verurteilt ca 70 Scheinselbständige zu beschäftigen.

  • Wollen sich nun die rot-grünen Volksbevormunder auch in die Geschäftsmodelle der Banken einmischen?

    Das ist doch alles populistischer Unsinn?

    Was kommt eigentlich dabei raus, wenn rote Farbe mit grüner Farbe gemischt wird - irgentwas bräunliches?

  • Wie schön für SPD und Grünen, dass man nun endlich ein Thema für den Wahlkampf gefunden hat, nachdem alle krampfhaft versuchten Themen niemanden interesierten.Nur, wen interesiert dieses Thema? Diejenigen die ihre Konten dauerhaft in den Mießen halten ? Nur,schon vergessen, dass die SPD mit ihrer Politik in den vergangenen 20 Jahren dafür sorgte, dass die Menschen in Armut und Präkariat absanken, die dann zu immer mehr Verschuldung der betroffenen führen und führten. Ich höre von der SPD und deren Kanditaten nichts, was sie künftig politisch besser machen wollen.
    Themen die für die Menschen vor Ort wichtig sind, werden überhaupt nicht aufgenommen.Statt dessen werden uns immer wieder aufs neue nur Platte Slogens präsentiert. Es ist wie in der Werbung aus dem Fernseher, man hört, dass jemand lavert, aber keiner hört mehr hin.Nein, liebe Genossen, da muss schon ein bischen mehr kommen.gez.walterwerner.fineartprint.de

  • Der Dispo hat normalerweise keine Sicherheiten im Hintergrund und deshalb zahlen alle Dispokunden gemeinsam das Ausfallrisiko.Wenn tatsächlich ein "Deckel" eingeführt wird, werden vermutlich nur noch die Kunden einen Dispo bekommen, die eine niedrige Ausfallwahrscheinlichkeit haben. Es wir immer von der großen Zinsdifferenz zwischen Bundesbankzins und Dispozins geschrieben. Außer dem was die Bank an die Bundesbank für das "billige" Geld zu zahlen hat, kostet der Dispo ja sonst nichts oder? Der Mechanismus Kredit ist leider nicht ganz so trivial, wie manche selbsternannte Erperten zu glauben wissen. Vielleicht schauen die mal nach, was alles so im KWG, der SolvV, der LiqV und sonstigen bankaufsichtsrechlichen Vorschriften steht.

  • ich denke, dass ist - mal von den verschiedenen zinsberechnungsmethoden abgesehen, soweit korrekt ;-)

  • @pro-D: Genaus so ist es, volle Zustimmung. Ich bin für die Kappung von Redevergütungen im Klüngelkreisen des SPD (und natürlich auch der anderen Parteien), bezahlt duch öffentliche Institutionen (bspw. Landesbanken oder städtische Versorger). Denn der Wissensgewinn hierdurch beträgt Zero. Der soziale Anstrich, den sich die SPD geben will, ist einfach nur noch lächerlich. Wenn diese Partei es mit diesem Kandidaten an die Macht schafft, ist man nur noch von leisterungsverweigernden Torfnasen umgeben. Goldne Wasserhähne nur für die Parteiführung der Sozen.... nein danke. Ubi bene, ibi patria.

  • @Banker

    Sehr schön zusammengefasst. Aktuell brechen den Banken nämlich die Zinsmargen weg. Gleichzeitig müssen Banken dank Regulierungen (WpHG etc.) immer mehr Leute im Backoffice einsetzen. Leute also, die Kosten, aber keine Erträge bringen.
    Zwangsläufig wird es also zu Entlassungen kommen.
    Steinbrücks Lieblinge, die Grossbanken, werden das durch Zockerei auszugleichen versuchen. Sparkassen und Genobanken müssen Filialen schliessen und Leute vor die Türe setzen.
    Wann verstehen die enthirnten Deutschen eigentlich, dass sie sich selbst entsorgen bzw. viel mehr von ihren selbst gewählten Politikern systematisch entsorgt werden ?????

  • Lieber Banker,
    Sie sind intellektuell schon sehr limitiert, wenn Sie die offizielle Sprachregelung zur Verteidigung hoher Dispo-Zinsen noch nicht einmal fehlerfrei abschreiben können!!

  • Genau,
    jeder der einen Dispo hat nutzt diesen ja 360 Tage im Jahr bis zur Grenze aus. Diese paar Leute die das wirklich machen sind doch selber schuld wenn sie nicht auf einen Ratenkredit umschulden.

    Der Normalbürger hat seinen Dispo doch nur um mal kurzfristig ein paar Tage zu überziehen bis das nächste Gehalt kommt.

    Wenn jemand im Jahr sein Konto bei 15 % Zinsen 20 Tage im Jahr mit 1.000 € überzieht kostet ihm das 8,33 €. (Ich hoffe ich habe richtig gerechnet)

    Wahnsinnsgewinn für die Banken.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%