Leitfaden für die Auswahl
Handfester Rat beugt der Rentenlücke vor

Stopft man die Rentenlücke besser mit Riester oder Rürup? Lohnt sich eine Immobilie zur Altersvorsorge oder setzt man besser auf Aktien? Wer für das Rentenalter plant, braucht guten Rat. Das wirft direkt die nächste Frage auf: Soll ich einem Herrn Kaiser vertrauen, der von der Provision des verkauften Produkts lebt, oder einem unabhängigen Berater, der Honorar verlangt?

HB FRANKFURT/M. Ein Vertreter des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (Dia), hinter dem die Deutsche Bank steht, sagt: „Für den Normalverbraucher wird der erste Ansprechpartner seine Bank, seine Versicherung oder sein Finanzdienstleister sein.“ Andere Experten werden darauf verweisen, das sich das Honorar für eine unabhängige Beratung sehr schnell bezahlt machen kann.

Ein kleiner Leitfaden für die Auswahl: Ist der Berater kompetent und qualifiziert, wird er im ersten Schritt eine umfassende Analyse der Lebens- und Vermögensverhältnisse vornehmen. Er erarbeitet ein Risikoprofil und die Erwartungen des Betroffenen für Vorsorge und Alterssicherung. Verblüffend ist dabei laut Fachleuten, dass die wenigsten Ratsuchenden ein klares Bild ihrer eigenen Vermögensverhältnisse haben.

Als Vorbereitung auf ein derartiges Gespräch sollte man deshalb alle nötigen Daten zusammentragen. Darüber hinaus gilt es, sich über allgemein zugängliche Informationsquellen zu präparieren – auch online (s. „Anlaufstellen im Internet“). Zu guter Letzt helfen Checklisten bei der Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Experten (s. „Zehn Merkmale seriöser Finanzberater“).

Als eine Fachorganisation für umfassende Finanzplanung inklusive Vorsorgefragen versucht sich, der Deutsche Verband Financial Planners noch stärker zu profilieren. Die Dachorganisation hat das Gütesiegel Certified Financial Planner (CFP) rund um den Globus an etwa 92 000 Finanzplaner vergeben – es handelt sich um eine geschützte Bezeichnung. Die CFP-Kandidaten müssen sich einer Prüfung unterziehen, beispielsweise in Deutschland an der Ebs Finanzakademie oder der Hochschule für Bankwirtschaft, und sich außerdem ständig weiterbilden. Hauptberuflich sind sie meist in der Vermögensberatung für wohlhabende Privatkunden aktiv.

„Man muss bereits als Junger mit der Vorsorge anfangen“, lautet der eindringliche Rat von Michael Reeg, einer von 974 zertifizierten Finanzplanern in Deutschland. Je früher man mit der privaten Vorsorge beginne, desto stärker helfe der Zinseszinseffekt beim Vermögensaufbau. „Wer bis zum Ruhestand nur noch wenige Jahre vor sich hat, für den ist die verbliebene Zeit einfach sehr kurz“, sagt Reeg.

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