Nach EZB-Entscheidungen
Eonia nähert sich Null-Prozent-Linie

Nach der Entscheidung der EZB für einen negativen Einlagezins, befindet sich der Eonia-Satz weiter im Sinkflug. Zuletzt lkag der Refernzzins nur noch bei 0,01 Prozent. Daran dürfte sich bin Zukunft wenig ändern.
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FrankfurtDer Eonia-Satz, eine Messzahl für die Kosten von Tagesausleihungen in Euro, ist auf ein Rekordtief gesunken. Die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank auf Einlagen von Banken dämpfen die Zinssätze am Geldmarkt.

Der Eonia-Indexsatz wurde am Donnerstag nach Marktschluss bei 0,01 Prozent festgesetzt. Das bedeutet, dass Banken für Tagesausleihungen praktisch keine Zinsen erhalten. Die Zinsen sind auf Talfahrt gegangen, nachdem die EZB am 5. Juni ihren Einlagensatz auf minus 0,1 Prozent senkte.

Die Zinsentscheider der EZB „haben mit dem Ausmaß an Überschuss-Liquidität, die sie in den Markt gegeben haben, erreicht, was sie bei Zinsen erreichen mussten“, sagte Peter Osler, Leiter Zinsstrategie bei Marex Spectron Group Ltd. in London. „Solange sie Liquidität in diesem Ausmaß in den Märkten halten, wird der Eonia-Satz unten bleiben. Das impliziert auch, dass die Marktvolatilität niedrig bleiben wird, wenn er dort verharrt.“

Im Schnitt war der Eonia in diesem Jahr bei 0,19 Prozent. Ein Rekordhoch erreichte er im April 2001 bei 5,75 Prozent. Niedrigere Sätze am Geldmarkt dürften sich auch in geringeren Finanzierungskosten für Unternehmen und private Haushalte niederschlagen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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