Neue Studie

Niedrigzins bremst Sparlust der Deutschen

Der Deutsche spart durchschnittlich 102 Euro weniger, als er es selber für erforderlich hält. So lautet das Ergebnis einer BVR-Umfrage. Schuld an der Sparbremse seien vor allem die niedrigen Zinsen.
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Durchschnittlich halten die Bundesbürger es für erforderlich, monatlich 287 Euro auf die hohe Kante zu legen. Den tatsächlichen Sparbetrag beziffern sie auf 185 Euro. Quelle: dpa

Durchschnittlich halten die Bundesbürger es für erforderlich, monatlich 287 Euro auf die hohe Kante zu legen. Den tatsächlichen Sparbetrag beziffern sie auf 185 Euro.

(Foto: dpa)

Berlin/FrankfurtDie extrem niedrigen Zinsen bremsen nach einer Umfrage die Sparanstrengungen der Deutschen. Damit sparen die Bundesbürger aktuell auch nach eigenem Empfinden nicht genug, wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag auf Grundlage einer jährlich durchgeführten Umfrage von TNS-Infratest berichtete. Im laufenden Jahr erreichen die Sparer in Deutschland demnach ihre selbst gesteckten Sparziele nur zu durchschnittlich 64 Prozent, nach 71 Prozent im Vorjahr.

Im Schnitt halten die Bundesbürger es demnach für erforderlich, monatlich 287 Euro auf die hohe Kante zu legen, um sich ihre Wünsche erfüllen zu können. Den tatsächlichen Sparbetrag beziffern sie hingegen auf 185 Euro. Damit sei 2013 die Sparlücke der Bundesbürger – also die Differenz zwischen dem als erforderlich angesehenen Betrag und dem tatsächlichen Ersparten – deutlich von 69 Euro im Vorjahr auf 102 Euro gestiegen.

„Als Folge des niedrigen Zinsniveaus sparen die Bürger weniger. Die Anreize zum langfristig ausgerichteten Vorsorgesparen sind momentan zu schwach“, sagte BVR-Vorstand Andreas Martin. Das könne zu ernsthaften Belastungen bei der privaten Altersvorsorge führen.

Die Zinsen für Anlagen in sichere, festverzinsliche Produkte wie Termingelder, Spareinlagen oder auch Bundesanleihen liegen infolge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich unter der Inflationsrate. Dadurch ist die reale Verzinsung, das heißt Zinsen minus Inflation, negativ - die Sparer verlieren Geld.

  • dpa
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8 Kommentare zu "Neue Studie: Niedrigzins bremst Sparlust der Deutschen"

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  • Nur ein Dummer spart in "Geldvermögen"!

    Jeder der zur "Elite" und Oligarchie gehört weis das!

    Nur Sachwerte taugen was und sind "real"!

  • Der Kosum ist nicht das Problem!

    Das Problem ist die Überbevölkerung also die hemmungslose hirnlose weltweite Rumfickerei
    und natürlich das Zinseszins-Geldsystem!
    Konsumiert wurde schon in der Steinzeit!

  • Wenn die Konzerne keinen Grund zur Freude haben dann können sich die Arbeitnehmer bzw. zukünftige Arbeitslose auch nicht mehr freuen!

    Und immer daran denken: Das letzte Hemd hat keine Taschen!

  • Im Falle einer Währungsreform nützt das wenig!

    Ziel sollte es sein keiner Bank mehr Geld zu leien!

    Damit würde sich das Bankstertum bald erledigen!

  • Sparen wäre Irrsinn, weil die Guthaben längst beraubt werden!Die Bürger sollten noch vor den Wahlen ihr Geld nach Hause holen. Es könnte ein böses Erwachen geben, siehe Zypern!!!

  • Tja, die Sparlust weicht der K o n s u m l u s t. Die Leute tun eben genau das, was von ihnen gefordert und erwartet wird: Arbeiten bis zum Umfallen und danach konsumieren was das Zeug hält. Und wer nach dem Erstjob immer noch stehen kann, der möge sich bitte noch einen Zweitjob zulegen und das ganze zusätzliche Geld ebenfalls hemmungslos verkonsumieren. Verbraucht auch nur 1,5 Erden pro Jahr...

  • Cool...genau das, nämlich den Anstoß des Konsums haben die clevren Konzerne mit Studien wie Bertelsmann und co. erreicht. Dazu kommt die inszenierte Krise des Euro. Totaler Quatsch...hier gehts nur noch um die Aufrechterhaltung des SYSTEMS und um die Profitgier der Konzerne.

    Also liebe Deppen der Nation..weiter im Hamsterrad. Und immer schön Verschulden, damit sich die Konzerne freuen :)

  • Wie soll sich bei den hier tätigen Polit- und Zentralbankengangstern sparen noch lohnen. Auf Negativzinsen müssen noch 25% Steuern und erhöhte Krnakenkassenbeiträge abgeführt werden und am Ende wenn man es als Altervorsorge braucht hat das Geld nicht einmal mehr Papierwert.

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