Private Altersvorsorge
Lebenszyklusfonds legen zu

Trends entstehen oft in den USA. Dort erfreuen sich Lebenszyklusfonds für die private Altersvorsorge inzwischen zunehmender Beliebtheit.

HB LOS ANGELES. In der ersten Jahreshälfte 2006 gehörten so genannte Zielfonds in den USA mit zu den meistverkauften Fonds, wie das US-Analysehaus Financial Research Corp. berechnete. In Fonds mit Zieldatum 2015 bis 2029 flossen netto 8,6 Mrd. Dollar. Fonds mit Zieldatum 2030 und höher verzeichneten Zuflüsse von 6,4 Mrd. Dollar.

Nicht verwunderlich ist daher, dass immer mehr Fondsgesellschaften diese Laufzeitfonds anbieten, die verschiedene Anlageklassen kombinieren. Zuletzt hat Fidelity Investments, die weltgrößte Fondsgesellschaft, ihre Produktpalette um Lebenszyklusfonds erweitert.

Die Fonds sind auf ein bestimmtes Jahr ausgerichtet, in dem der Anleger in den Ruhestand eintritt. Bei Fidelity sind das zum Beispiel die Jahre 2045 und 2050. Auch in Europa bieten bereits eine ganze Reihe Fondsgesellschaften solche Zielfonds an, darunter ABN Amro und die schwedische Handelsbanken.

Die eigentlich gute Nachricht für Investoren ist, dass diese Vermögensverwalter davon ausgehen, dass die Menschen im Jahr 2045 und 2050 immer noch Geld anlegen und ihrer Alterssicherung planen werden. Dieser lange Horizont fehlt dem von den kurzfristigen Risiken verunsicherte Anleger meist. Mit den kommenden Jahrzehnten beschäftigen sie sich nur dann, wenn sie berechnen, wann der Kollaps der sozialen Sicherungssysteme und der Altersversorgung am wahrscheinlichsten eintreten wird.

Die Zielfonds übernehmen nicht nur die Einzeltitelauswahl, wie der Portfoliomanager eines Aktien-, Renten oder Geldmarktfonds, sondern darüber hinaus noch die professionelle Strukturierung des Vermögens. Da die meisten Privatanleger möglichst einfach gestrickte Paketlösungen suchen, sehen Fondsgesellschaften international gute Absatzchancen für diesen Fondstyp.

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