Lohnen sich private Rentenversicherungen wirklich nicht mehr? Eine Auswertung für das Handelsblatt gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Varianten – und die in Aussicht gestellten Rentenzahlungen.

Kommentare

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  • Eine letzte weitere Anmerkung zum Textabschnitt: "Auch indexorientierte Policen werden immer häufiger angeboten. Dabei stecken Versicherer einen Teil der über die Garantie hinaus erwirtschafteten Erträge in einen Indexfonds. Bei den sogenannten Select-Tarifen können Kunden jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob sie ein Index-Investment möchten oder ob ihr Kapital im Deckungsstock der Versicherer bleiben soll. Kritiker monieren, dass die Produkte intransparent sind und ihre Renditechancen gedeckelt.":
    1. Bei indexorientierte Policen wird NICHT in Indexfonds investiert.
    2. Die Auswahl für oder wider Indexpartizipierung kann kein Privatkunde seriös im Voraus treffen. Diese Art von Market Timing beherrschen ja auch die Fondsmanager nicht verlässlich.

  • Sehr geehrte Frau Groth,

    für mich sind einige Angaben des Ratings von Franke und Bornberg auf Grund von Stichproben ganz und gar nicht nachvollziehbar.
    Ich beziehe mich auf die Auszahlsummen.

    Stichprobe 1: U.a. bei der normalen Fondsrente wird in der Beispielerläuterung der Fonds Carmignac Patrimoine angenommen. Die Debeka bietet in Ihrem Tarif jedoch diesen gar nicht an, sondern ausschließlich einen internen Fonds (Debeka Global Shares). Wie können dann die 6% oder 3% Wertentwicklung eingeschätzt werden bezüglich der Wirkung interner Kosten auf die Kapitalsumme (122.577,96 €) ?
    Stichprobe 2: Der flexible Vorsorgeplan Invest von CosmosDirekt hat versicherungsseitig lediglich 24 Euro Pauschalkosten p.a.. Insofern ist die relativ geringe Auszahlsumme fragwürdig.
    Bei der Bewertung gäbe es einen gravierenden Leistungsunterschied in Abhängigkeit davon, ob ein ETF oder ein gemanagter Fonds zugrundegelegt würde. Einen gemanagten Fonds im Artikel positiv zu thematisieren, wäre jedoch nicht zeitgemäß und würde eher der Werbung für das Rating oder für die mit Provisionen gespickten Versicherungstarifen (im Unterschied zu Nettotarifen mit ETFs) dienen. Das wäre für Ihre Zeitung sehr schade.
    Stichprobe 3: Ähnliches gilt für den ziemlich hohen Leistungsunterschied bei Provisions- und Nettotarif von Interrisk (hier Provisionstarif).

    Das Rating bezieht sich in der Auswertungsaussage größtenteils auf die Höhe der Renten(faktoren). Hier sollte der Leser aus der journalistischen Sicht auf eine solche Ratingaussage (Ratingschwerpunkt) klar darüber informiert werden, dass das Eingehen einer Kapitalverrentung mittels Versicherungsvertrages auch bei den höchsten garantierten Rentenfaktoren einer Wette auf eine weit überduchschnittliche Lebenserwartung entspricht, die von der mathematischen Wahscheinlichkeit her durchschnittlich mit entsprechend hohem Kapitalverlust einhergehen muss. Von der Inflationsanfälligkeit (Kaufkraftentwertung) während der Verrentungsphase ganz abgesehen.

  • Sehr geehrte Frau Groth,

    Sie präsentieren sehr viele Modellrechnungen. Ausgangspunkt ist stets eine Beitragszahlung von 35 Jahren. Ihre Privatrente wird somit erstmals im Jahr 2052 ausbezahlt. Meine Frage ist nun, wie eine solche Rente zu beurteilen ist.

    Klar ist, dass in den nächsten 35 Jahren die Preise steigen werden. Aber auch die Gehälter. Sie dürften sich in den nächsten 35 Jahren mehr als verdoppeln. Das Gleiche gilt auch auch die Renten der gesetzlichen Alterversicherung, auch sie werden sich innerhalb von 35 Jahren wahrscheinlich verdoppeln.

    Das bedeutet aber, dass der Festbetrag einer zusätzliche Privatrente, die erst in 35 Jahren zur Auszahlung kommt, anders zu beurteilen ist als eine heutige Rentenzahlung gleicher Höhe. Weil die Einkünfte in 35 Jahren doppelt so hoch sind, bringt der errechnete Festbetrag der Privatrente in % gerechnet nur einen halb so hohen Kaufkraftzuwachs wie heute.

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