Reichenreport Asien
Teuer shoppen in Schanghai

Asiens Bevölkerung wird immer wohlhabender – gleichzeitig wird das Leben vor allem in den Metropolen immer teurer. Am kostspieligsten ist es in Schanghai, gleich gefolgt von Hongkong und Singapur.

Frankfurt/SchanghaiDer Aufschwung in Chinas führender Industriestadt Schanghai fordert seinen Tribut. Die Metropole am Meer mit mehr als 14 Millionen Einwohnern steht für den Wirtschaftsboom der vergangenen Jahre. Kein Wunder, dass das Leben dort asienweit am allerteuersten ist: Immobilien, Bekleidung, Anwaltskosten – nirgendwo anders auf dem Kontinent müssen die Menschen mehr fürs Leben berappen.

Das stellt die Schweizer Bank Julius Bär in ihrem aktuellen „Wealth Report: Asia“ fest. Immerhin sind manche Produkte auch deutlich günstiger geworden, wie der Konsumindex „Life Style Index“ der Bank zeigt. Zwar liegt Schanghai in 13 von 17 betrachteten Kategorien jeweils unter den vier teuersten Städten Asiens.

Doch manche Produkte wie Wein, Damenhandtaschen und Schmuck sind im vergangenen Jahr immerhin mehr als zehn Prozent billiger geworden. Vor allem Luxusgüter reagierten extrem sensibel auf konjunkturelle Schwankungen, erklären die Julius-Bär-Experten. Angesichts der Konjunktursorgen samt Einbruch der Aktienmärkte, Zinssenkungen in China und einer möglichen Abwertung der chinesischen Währung Renminbi erwarten die Experten auch künftig starke Preisschwankungen. Bär misst die Preise in US-Dollar, um vergleichen zu können.

Die zweit- und die drittteuersten Städte Asiens sind die Finanzzentren Hongkong und Singapur. In Hongkong ragen laut Julius Bär hohe Preise für Dienstleistungen heraus. In Singapur sind sowohl Güter als auch Dienstleistungen besonders teuer. Schaut man auf den Bär-Konsumindex, dann ist Singapur einmal mehr die teuerste Stadt für Autobesitzer. Das liegt an besonderen Kfz-Steuern in dem Stadtstaat. Auffällig teuer sind dort ebenfalls Preise für Hotelsuiten, Krankenhausaufenthalte und Wohnungen. Dabei sind die Preise für Wohnimmobilien in der Stadt  laut Bär zuletzt infolge politischer Maßnahmen sogar etwas gesunken. Zumindest die Preise für Luxusimmobilien könnten aber nach Ansicht der Experten in den nächsten zwölf Monaten steigen, zumal die Wirtschaft weiter wachsen und der Singapur Dollar sich leicht gegenüber dem US-Dollar abschwächen dürfte.

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