Rentenrechner
Die Lücken im Netz

Rentenrechner im Internet sollen die Planung der privaten Altersvorsorge erleichtern.Tatsächlich verwirren die Zahlenkolonnen mehr als sie nützen. Für Banken sind sie ein gutes Marketing-Instrument. Welche Rechner was taugen und welche nicht - ein Praxistest.

FRANKFURT. Der Bildschirm zeigt viele bunte Balken und Kurven. Grüne, blaue, gelbe. Unter dem Gesamtkunstwerk steht eine Zahl in Rot - wie eine Mahnung an den Betrachter. Sie steht für den Betrag, der dem Rentner Max Mustermann fehlen wird, wenn er sich mit 65 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Ausgespuckt hat die Zahlen einer der unzähligen Rentenrechner im Internet. Sie sollen den Ruheständlern in spe helfen, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viel sie zusätzlich auf die hohe Kante legen müssen, um im Alter nicht arm dran zu sein. Denn auf die gesetzliche Rente allein könne man sich nicht mehr verlassen; da sind sich Experten einig.

Als Faustformel gilt: Mit rund 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens lässt es sich im Leben nach dem Büro oder anderen Arbeitsstätten gut auskommen. Die Differenz zwischen diesem Betrag und dem voraussichtlichen Einkommen im Alter ergibt dann die sogenannte Rentenlücke.

Mittlerweile finden sich im Internet zahlreiche Rentenrechner. Insbesondere Banken und Finanzdienstleister wie MLP oder AWD bieten einen solchen Service an. "Wenn eine Bank einen Rechner ins Internet stellt, dann geht es darum, Kontakte zu Kunden zu knüpfen und Produkte zu verkaufen", sagt Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen.

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