Riester-Rente
Besser weitersparen

Die Zahl der laufenden Riester-Verträge sinkt inzwischen. Viele Sparer werden angesichts des Zinstiefs allmählich nervös. Warum es im Moment keinen Sinn macht, seine Verträge los zu werden.

Was ist denn jetzt eigentlich mit der Riester-Rente? Die vor rund 15 Jahren eingeführte staatlich geförderte private Altersvorsorge ist in die breite Diskussion geraten. Spätestens seit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer die Riester-Rente für „gescheitert“ erklärte, vergeht kaum eine Woche ohne neue Vorschläge für bessere Alternativen zum Sparen oder wenigstens für eine Optimierung der Förderrente.

Ohnehin gehört diese private Vorsorgeform zum großen Renten-Reformpaket, das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für den Herbst angekündigt hat. Zuvor war das Riester-Sparen in die Kritik geraten, weil verschiedene Studien vor allem für geförderte Versicherungsverträge hohe Kosten und in Folge relativ geringe Renditen ermittelten.

Außerdem gilt das Konzept als starr und enthält „soziale“ Ungereimtheiten. So wird aktuell etwa stark moniert, dass das angesparte Riester-Vermögen auf die Grundsicherung angerechnet wird. Das heißt, knapst sich jemand mit niedrigem Einkommen etwas für die Riester-Rente ab, so bekommt er zur Strafe dafür später eine geringere Grundrente.

Bei dem Tumult um diese Vorsorge verwundert es nicht, dass sich Riester-Verträge nicht mehr besonders verkaufen. Ohnehin stagniert der Bestand der Förder-Rente mehr oder weniger seit zwei Jahren. Doch im ersten Quartal ist die Gesamtzahl der Riester-Verträge gegenüber Ende 2015 per Saldo leicht um 600 geschrumpft, wie das Bundesministerium für Arbeits und Soziales (BMAS) mitteilt.

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