Risikofaktor Ferien
Welche Versicherungen Urlauber wirklich brauchen

Längst nicht alle Policen, die Reisenden angeboten werden, taugen etwas. Welche Versicherungen Urlauber brauchen, wo gefährliche Deckungslücken lauern und wann ein Abschluss nur dem Vermittler nützt.
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DüsseldorfUrlauber gehen gern auf Nummer Sicher. Sie wälzen Reiseführer und Kataloge, fühlen Anbietern auf den Zahn. Auch im Internet gehen sie auf die Suche nach Informationen und studieren die Bewertungen von Hotelgästen auf den Buchungsportalen wie Holidaycheck oder trivago. Am Reiseziel angelangt, reserviert sich mancher schon im Morgengrauen das Frühstückscroissant oder den begehrten Liegeplatz am Pool. Bloß nichts dem Zufall überlassen.

Doch auf eines sind Urlauber häufig unzureichend vorbereitet: den Notfall unter Palmen. „Reisende kümmern sich oft um die weniger wichtigen Versicherungen“, sagt Thorsten Rudnik, Vorstandsmitglied des Bundes der Versicherten. „Sie schließen Policen ab, mit denen sie den Verlust ihres Handys absichern wollen, oder einen Reiserücktritt.“ Die Gesundheit aber werde meist vernachlässigt: „Viele Deutsche denken, sie seien im Urlaub über ihre Krankenkasse ausreichend versichert. Oft ist das jedoch nicht der Fall.“

 

Krank im Urlaub – was die gesetzliche Kasse zahlt 

Ob und inwiefern die gesetzliche Krankenkasse (GKV) für Behandlungen außerhalb Deutschlands aufkommt, variiert je nach Reiseland. Innerhalb der EU können sich Reisende mit der europäischen Versicherungskarte medizinisch versorgen lassen. Dasselbe gilt auch für Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, etwa die Schweiz, Liechtenstein und Norwegen.  

Was ein deutscher Patient vor Ort erwarten kann, richtet sich nach dem Leistungskatalog der dortigen Krankenkassen. Der Urlauber wird wie ein einheimischer Kranker therapiert: Fällt etwa die Zuzahlung für eine notwendige Zahnbehandlung in dem Reiseland höher aus als in Deutschland, erstattet die Krankenkasse nur den Teil der Kosten, den sie auch in der Heimat übernommen hätte. Und der ist häufig deutlich geringer.

 

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