Rüruprente könnte unter Akzeptanzproblemen leiden
Teilkapitalisierung nicht ausgeschlossen

Die Rüruprente könnte wie ursprünglich die Riesterrente darunter leiden, dass das Kapital bei Auszahlungsbeginn nur in monatlichen Raten, ohne Einmalzahlungen auf einen Schlag, zur Verfügung steht. Ein Rettungsversuch liegt dann möglicherweise in der Teilkapitalisierung.

Damit ist die Möglichkeit gemeint, einen Teil des Kapitals bei Auszahlungsbeginn auf einen Schlag zu erhalten. Die Riester-Rente lässt das mittlerweile zu: die Verträge bieten die Möglichkeit, einen Einmalbetrag von 30 Prozent auszahlen zu lassen. Der Ökonom Bert Rürup, der als Erfinder der neuen Basisrente gilt, schließt dies für das neue Modell nicht aus.

„Aus sehr perspektivischer Sicht wäre eine solche Teilkapitalisierung auch bei der Basisrente denkbar, auch wenn sie nicht dem Sinne des Erfinders entspricht“, sagt Rürup. Daran sei aber erst zu denken, „wenn der Staat wieder hinreichend fiskalische Bewegungsfreiheit hat.“ Zurzeit stehe diese Frage nicht zur Debatte. „Künftig könnte sich die Frage stellen, ob nicht für alle nachgelagert besteuerten Produkte die gleichen Produkteigenschaften gelten sollten“, so Rürup.

Eine solche Teilkapitalisierungs-Möglichkeit würde allerdings der Systematik widersprechen. Diese beschreibt Rürup so: „Wenn Sie Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen, sind die Anwartschaften, die Sie dort erwarben, nicht vererblich, nicht beleihbar, nicht veräußerbar, nicht kapitalisierbar. Dafür sind sie aber steuerlich freigestellt, jedenfalls perspektivisch.“ Nach der gleichen Systematik ist auch die Basisrente konstruiert.

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