Schufa-Schuldenkompass Wo die schlechtesten Schuldner wohnen

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Bayer hui, Berlin Pfui

Schulden nach Alter

Durchschnittliche Höhe der im jeweiligen Jahr neu aufgenommenen Kredite

in Euro

Gesamtwert Deutschland:
2012: 7 708 Euro

( mit der Maus über die Grafik fahren)


Es gibt starke regionale Unterschiede. Die schlechtesten Schuldner leben in Metropolen, laut Schufa führt im Ranking der schlechtesten Bundesländer die Hauptstadt Berlin. Dort haben 12,3 Prozent aller geschäftsfähigen Personen einen mindestens einen negativen Eintrag. Zum Vergleich: In Bayern liegt der Anteil bei 6,5 Prozent. Insgesamt steht der Süden besser da, dort liegt die Quote unter acht Prozent.

Etwa zehn Prozent der von der Schufa erfassten Deutschen sind von Überschuldung bedroht, das sind mehr als sechs Millionen Deutsche. Risiken sind vor allem Trennungen vom Partner, Alleinerziehende sind besonders häufig von Überschuldung bedroht. Nach einer Untersuchung des Karlsruher Soziologen Gunter Zimmermann geraten außerdem Menschen mit geringer Bildung und niedrigem Einkommen schneller in die Schuldenfalle.

Wenn das Geld nicht mehr reicht, können Bürger Privatinsolvenz anmelden. Nach einer Änderung der Regeln im vergangenen Jahr können Schuldner bereits nach drei Jahren alle Verbindlichkeiten loswerden. Bedingung: Die Schuldner müssen innerhalb dieser Frist mindestens ein Viertel der Forderungen und die Verfahrenskosten zahlen.

Schafft es der Überschuldete, zumindest die Verfahrungskosten zu begleichen, ist er nach fünf Jahren statt nach den ansonsten üblichen sechs Jahren schuldenfrei. Die Höhe der Pfändungsgrenzen liegt an der Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen. Ein Alleinverdiener mit drei Kindern kann ein Einkommen in Höhe von 1.840 Euro schadenfrei behalten.

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34 Kommentare zu "Schufa-Schuldenkompass: Wo die schlechtesten Schuldner wohnen"

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  • Das ist ein sehr guter Vorschlag - Konsumentenkredite sind immer im Verhältnis zum konsumierten Gut und dessen "Lebensdauer" zu sehen. Überschuldung trifft die angegeben Altersgruppe auch durch unerwartete Störereignisse, wie Arbeitslosigkeit, Krankheit (Berufsunfähigkeit) oder anderes ...

  • Wohl war, so mancher Zahnarzt kann gar nicht mehr so schnell Bohren, wie die Zinsen für seine Steuersparmodelle wachsen.

  • @Freidenker
    Dass unser System, ohne Konsum auf Pump, sofort zusammenbricht habe ich doch geschrieben. Dies ist ja das Dilemma in dem wir stecken.
    Wäre Konsum auf pump, von Anfang an nicht möglich gewesen, hätten wir zwar wesentlich langsamere Wachstumsraten gehabt, dafür wäre das System gesund.
    Natürlich ist dem Unternehmer, der schnell viel Geld verdienen, will Konsum auf pump gerade recht. Dies ermöglicht hohe Wachstumsraten und schnellen Reichtum bei wenigen.
    Man kann aber ohne Konsum auf pump ganz gut leben und macht sich nicht zum total abhängigen Lohnsklaven. Ich habe noch nie Konsum auf pump betrieben und mir geht es sehr gut. Übrigens alles selbst erarbeitet und nicht gewonnen oder geerbt. Man muss nur wissen wie das System funktioniert.
    Wer auf pump konsumiert macht sich langfristig arm und andere reich! So einfach ist das.

  • @Privatier

    Sie denken aber auch nicht weiter. Der Wohlstand im "Westen" der BRD, ist vorwiegend auf Konsumpump aufgebaut! Ich kenne da genug Leute, die auf Privatkonsum leben. Wenn diese nun nicht mehr per Kredite ihren Wohlstand finanzieren, bricht die Wirtschaft ebenfalls zusammen! Und damit gehen Arbeitsplätze flöten. Oder glauben Sie im ernst, der Kapitalist verzichtet auf Profit??!!

    Kapitalismus beruht auf Pump, wenn man einen gewissen Wohlstand haben will. Ansonsten hat befördert man die Gesellschaft ins 18. Jahrhundert zurück. Wo sich nur noch Reiche Wohlstand leisten können.

    Schulden hin-oder her....die Reichen werden zu wenig besteuert. Die Bürger zu hoch mit Steuern belastet bzw zuviel Lohndumping betrieben. Wir gehen bzw befinden uns in der Refeudalisierung der Gesellschaften. Und da die Menschen nicht ihren Wohlstand aufgeben wollen, leben sie halt auf Pump. Jedenfalls solange es geht.

    Das die Wirtschaft Kredite braucht um zu investieren sehe ich auch falsch. Ein großer Teil des Gewinns eines Unternehmens gehört wieder reinvestiert!! Das aber machen die Firmen nicht. Sondern legen ihr Geld an wegen der leistungslosen Vermehrung durch Zinsen! Der Rest wird verbraten, um sich ein schönes Leben zu gönnen! Und die großen Konzerne stehen im Wettbewerb was ihr Profit angeht.

    Das ganze System ist falsch!!! Fürht immer wieder zum Zusammenbruch. Deswegen gab es WK! Heute entsorgt man nicht gebrauchtes Humankapital über die Sozialsysteme.
    Fällt ja nicht so auf. Und an den Anblick von Obdachlosen gewöhnen sich die Menschen. Das hat die Geldelite alles mit Hilfe der Psychologie einkalkuiert.

    Die Politiker haben ein wenig gegengesteuert. In dem sie die Privatinsolvenz per Gesetz beschlossen.

    Jeder, aber auch jeder will einen gewissen Wohlstand. Manche bekommen den Hals nicht voll genug. KEINER will jedenfalls freiwillig arm sein. Im Endeffekt nutzt die Verschuldung, das Leben auf Pump immer den Banken!!! Politiker sind nur Marionetten des Geldadels!!

  • sind mal umgezogen und nach weiteren 10 Jahren wieder wo anderes hingezogen, plötzlich hatte ich ein schufaeintrag von einer Rechnung (24 Euro) mit Gerichtstitel, von der ich nichts wußte!(fehler in der regestrierung beim einwohnermeldeamt) Trotz sofortiges regulieren bzw Kontaktaufnahme zum Gläubiger hatte ich 4 jahre massive Schwierigkeiten durch banken bzw diversen Kundenkarten. alles wurde gekündigt, es war wie Staatsfeind Nr 1! Wir waren mitten in der Familiengründung.Der Fehler lag klar beim Einwohneramt. Nur die Sparkasse hat Hirn gezeigt und uns geholfen. Seid dem machen wir nie wieder Geschäfte mit Hypo,Postbank,Deutsche Bank, ATU,Douglas-American Express! Das System bestimmt massiv die der bankkonditionen auf sehr zweifelhaften Merkmalen!

  • Schade dass sich hier das Handelsblatt nicht von den restlichen Medien abhebt und auch von "Schuldenfalle" spricht. Eine Falle ist für mich per Definition etwas heimtückisches. Nur weil die Leute nicht lesen oder verstehen was sie unterschreiben, oder mehr Geld ausgeben als sie zur Verfügung haben, kann man doch nicht von einer Falle sprechen.

  • "Diese Parasiten haben volle Narrenfreiheit!" - Wenn die vielen Millionen Dummies der EU-Nationen das DULDEN: JA! Die Deutschen speziell haben VERLERNT, um ihre Rechte zu kämpfen! Die Spanier, Katalonier und Weitere sind wenigstens noch auf die Straße, mucken nun aber auch nicht mehr auf. Solange können "die" ALLES machen!!! Was sollen diese montäglichen Hartz-VI-Demos die nicht einmal das sind.
    (...)
    Eine Bastille in Berlin und Brüssel würde wirklich die Köpfe schütteln aber die Gefahr, heute alleine dort zu stehen/zu landen, ist größer denn je in einer entsolidarisierten Welt. Genau das wollte Thatcher. "es gibt keine Gemeinschaft/Gesellschaft". Und das wollen Rockefeller & Co. Guten Morgen!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wir sind P(L)UMP. Weil wir keine Träume, keine hehren Ziele, keine Visionen (die der verrauchte Schmidt so grundsätzlich beschallt mit knarrendem Rauchen durch die Nikotinlunge).

  • Die ganze BRD lebt auf pump!
    Das ganze EU-Europa lebt auf pump!
    Die Welt ist pump!
    Wir sind PUMP!

  • Klar können Informationen aus der Insolvenz noch verwertet werden, denn die Unternehmen müssen davor geschützt werden, wiederum Geld zu verlieren.
    Im Übrigen müssen diese Verluste von den korrekten Zahlern mitübernommen werden, da sie in die Kalkulation einfliessen müsse, genau wie beim Ladendiebstahl.
    Doch der wiedergenesene Schuldner sollte auch den Teufel tun und nicht schon wieder kreditfinanziert kaufen.
    Kredite, wenn sie nicht für ertragreiche Investitionen verwandt werden, führen immer zu einer Verringerung des Wohlstandes, nur kurzfristig scheint es anders, wenn das neue Motorrad vor der Tür steht, dass zudem noch besonders schnell an Wert verliert.

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