Sofortrente
Starke Rente trotz schwacher Zinsen

Privat für die Rente vorsorgen? Angesichts rekordniedriger Zinsen fragen sich viele, wie das eigentlich gehen soll. Verbraucherschützer raten, Spar- und Rentenphase zu trennen. Wo es die besten Sofortrenten gibt.
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DüsseldorfBeim Thema Lebensversicherung sind sich Verbraucherschützer und Anlageberater einig: Theoretisch ist sie eine gute Idee, aber praktisch taugt sie zur privaten Vorsorge wenig. Spätestens seit die Niedrigzinsen Deutschland im Griff haben, kämpfen Versicherer darum, Kundengelder auskömmlich anzulegen.

Versicherte müssen auf immer mehr Garantieleistung – und im Fall von Altverträgen – auf immer mehr Schlussüberschüsse verzichten. Abschluss- und Verwaltungskosten drücken zusätzlich auf die Rendite. Am Ende schafft es weniger als die Hälfte aller Kunden, die starre Vertragsstruktur bis zum Ende durchzuhalten.

„Eine Lebensversicherung kann ich heute guten Gewissens keinem mehr empfehlen“, sagt zum Beispiel der unabhängige Vermögensberater Antonio Sommese. Und auch Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten (BdV), hat im Interview mit Handelsblatt Online nicht mehr viel übrig für das einstige „Renditeprodukt“ Lebensversicherung. Stattdessen hat er einen simplen Rat: nämlich Sparen und Verrentung zu trennen.

„Sparer dürfen sich nicht von der Versicherungsbranche nicht ins Boxhorn jagen lassen und glauben, dass der Begriff Altersvorsorge immer synonym zu Rentenverträgen steht“, sagt Kleinlein. Stattdessen müssten sie „mit allen möglichen Instrumenten, die die Finanzwelt so hergibt“ fürs Alter ansparen.

Ähnlich wie unabhängige Finanzberater, empfiehlt auch Kleinlein Vorsorgern, regelmäßig Geld in einen günstigen Bank- oder Fondssparplan einzubezahlen. Idealerweise stünde den Vorsorgenden dann zum Rentenbeginn ein ordentlicher Kapitalstock zur Verfügung. „Erst dann muss sich der Kunde die Frage stellen, wie er sein Geld verrentet sehen will.“

Wer früher in Rente gehen will, könnte sich per Einmalzahlung von den Abschlägen der gesetzlichen Rente freikaufen, bringt Kleinlein auch unkonventionelle Lösungen vor. Eine gängigere Variante ist es allerdings, das Ersparte per Einmalzahlung an einen Versicherer zu übertragen, der daraus dann eine lebenslange Rente kalkuliert.

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  • Super Lösung. Gebe ich der Versicherung mit 60 Jahren 100000€, mit knapp 88 Jahren habe ich sie wieder. Verzinsung 0%. Beim besten Versicherer.

  • Wenn man bedenkt, daß für eine monatliche Rente eine Kapitalsumme von 100.000 EURO notwendig ist, wird einem bewußt, welche immensen Werte hinter den Pensionen stehen. D.h. daß die derzeitige Durchschnittspension von € 2.840,- erfordert eine Kapitaldeckung von ca. 1 Million EURO. Eine Reform der Beamtenpensionen mit eigenen Beiträgen ist unumgänglich.

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