Spitzenreiter glänzen mit guten Ergebnissen
Zwei Anbieter machen ihre AS-Fonds dicht

Sie sollten die Speerspitze der Investmentbranche im Kampf gegen die in der privaten Vorsorge übermächtigen Versicherungen bilden. Doch am Ende blieben die Altersvorsorge-Sondervermögen stumpf. Das Problem der "AS-Fonds": Es fehlte ihnen die steuerliche Förderung.

HB HAMBURG. Die kam inzwischen zwar auch der Konkurrenz abhanden. Im Schatten von Riester- und Rürup-Renten drohen dennoch immer mehr AS-Fonds auf der Strecke zu bleiben. Jüngstes Opfer: der MK AS der Münchner Kapitalanlage, der zum 30. Juni geschlossen wird. Da der nur eine Mill. Euro große Fonds seit Monaten fast nur noch Geldmarktpapiere hält, reicht es im jüngsten Zwölfmonats-Vergleich per Ende März mit einem mageren Plus von 2,14 Prozent nur zum letzten Platz.

Wie sich mit einer gelungenen Mischung aus Aktien, Renten und Immobilien zweistellige Ergebnisse herausholen lassen, zeigen dagegen die Spitzenreiter des Feldes. Zum Beispiel der auf Rang zwei liegende Nordinvest-AS. Nordinvest-Manager Ulf Moritzen, der auch den nahezu identisch aufgestellten Hippokrat-AS betreut, schöpfte die für AS-Fonds maximal erlaubte Aktienquote von 75 Prozent in den vergangenen Monaten nahezu voll aus. Zudem bewies er den richtigen Riecher, indem er vorwiegend auf Rohstoffaktien und Titel mit einer hohen Dividendenrendite setzte. Die hohe Aktiengewichtung will Moritzen auch in den folgenden Monaten beibehalten, denn seinen Angaben zufolge bieten derzeit weder der Renten- noch der Immobilienmarkt eine lohnende Alternative. Europäische Blue Chips wie Total und Deutsche Telekom stehen dabei nach wie vor im Vordergrund. Künftig will sich Moritzen jedoch stärker an den Rändern des Kontinents engagieren: "Auf dem aktuellen Niveau sehen wir außer in Skandinavien auch in Irland, Ungarn, Polen und Griechenland gute Chancen."

Trotz der guten Ergebnisse flossen aus dem Nordinvest-AS im laufenden Jahr 1,2 Mill. Euro ab. Beim auf Rang neun liegenden AS-Aktiv-Dynamik der Cominvest gaben die Anleger im laufenden Jahr sogar für mehr als sechs Mill. Euro Anteile zurück. Cominvest-Sprecherin Anette Klages begründet dies unter anderem damit, dass gemischte Fonds im Produktauswahlprozess der Muttergesellschaft Commerzbank keine Rolle mehr spielen: "Bei unseren übrigen AS-Fonds, die wir über andere Vertriebspartner vermarkten, gibt es dagegen regelmäßige Zuflüsse durch Sparpläne." Trotz der Abflüsse gehört der AS-Aktiv-Dynamik mit seinem aktuellen Volumen von 185 Mill. Euro nach wie vor zu den Schwergewichten der Kategorie.

"AS-Fonds sind auf Grund ihrer besonderen Konstruktion ein ideales Einsteigerprodukt", urteilt Jens Wetter von der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Trust. Vor dem Kauf sollte ein Anleger aber sicher sein, dass es vom jeweiligen Anbieter ein klares Bekenntnis zu dieser Produktkategorie gebe. Beim Bankhaus Metzler können sich Anleger eine entsprechende Anfrage sparen: Dessen Metzler AS Special schließt Ende Oktober mangels Masse die Pforten.

Egon Wachtendorf, Der Fonds

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