Spitzenreiter Universal-Fonds AS I bevorzugt weiter deutsche Nebenwerte und Titel mit hoher Dividendenrendite
DWS reizt Aktienquote in AS-Fonds voll aus

Außer Spesen nichts gewesen – so lautet die Bilanz für Erstzeichner des speziell für die Altersvorsorge aufgelegten AS-Fonds DWS Opti-Mix. Wer dort bei der Auflage im November 1998 einstieg, verlor zwar kein Geld, verdiente aber deutlich weniger als auf einem ganz normalen Sparbuch.

HB HAMBURG. Den derzeit verantwortlichen Fondsmanager Nikolaus Pöhlmann trifft daran jedoch ebenso wenig Schuld wie seinen Arbeitgeber, die DWS. Denn der Opti-Mix gelangte erst im Herbst 2002 in die Obhut von Deutschlands größter Invest-mentgesellschaft, nachdem diese den angeschlagenen Konkurrenten Franken-Invest übernommen hatte. Und seither entwickelt er sich ähnlich gut wie die beiden anderen AS-Fonds der DWS: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 29 Altersvorsorge-Sondervermögen belegt das Trio des Marktführers die Plätze zwei, drei und fünf (Tabelle).

Der sehr ähnliche Wertzuwachs von 21 bis 23 Prozent belegt, dass Pöhlmann in der Zusammensetzung keine großen Unterschiede macht. „Vom Konzept her müsste der DWS Vorsorge AS Dynamik die höchste Aktienquote aufweisen. Aber warum soll ich mich mit den beiden anderen Fonds zurückhalten, wenn ich von der relativen Attraktivität von Aktien gegenüber Renten überzeugt bin?“, fragt der DWS-Manager. Derzeit schöpft er in allen drei Fonds die gesetzlich zulässige Obergrenze von 75 Prozent fast vollständig aus. Immobilien stellen knapp fünf Prozent, der Rest verteilt sich auf festverzinsliche Wertpapiere und kurzfristige Geldmarktanlagen.

Bei der Aktienauswahl folgt Pöhlmann einerseits Trends wie den steigenden Energiepreisen oder der Anpassung der osteuropäischen Finanzmärkte an das Niveau der westlichen Nachbarn. Zum anderen sucht er ganz gezielt nach versteckten Unterbewertungen, die es seiner Meinung zufolge vor allem noch in EU-Randstaaten wie Irland, Griechenland oder auch Italien zu entdecken gibt. Zu seinen größten Positionen gehören neben den Energiemultis Total, Statoil und BP unter anderem die italienischen Großbanken Mediobanca und Banca Popolare di Milano, die griechische Alpha Credit Bank und der finnische Maschinenbauer Metso.

Besser als Pöhlmann schnitt in den vergangenen zwölf Monaten lediglich Albrecht Gohlke ab. Der Berater des Universal-AS-Fonds I bevorzugt unverändert deutsche Nebenwerte wie Salzgitter, Rhön-Klinikum oder K+S, wobei er allerdings die Gewichtungen der einzelnen Titel in den vergangenen Monaten etwas reduzierte. Ferner stehen vom hohen Ölpreis profitierende Gesellschaften wie Halliburton oder Arch Coal in seiner Gunst ganz oben, und auch für das Papier der Deutschen Telekom kann Gohlke sich neuerdings wieder erwärmen: „Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie preiswert, außerdem schlägt die Dividendenrendite jede deutsche Staatsanleihe.“

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