Strategie: Die optimale Mischung für die Rente

Strategie
Die optimale Mischung für die Rente

Die gesetzliche Rente reicht nicht. Aber die richtige Strategie hilft gegen die Rentenlücke. Wie sich Anleger Stück für Stück ein breit gestreutes und krisenfestes Depot für den Ruhestand aufbauen.
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FrankfurtRuhm und Ehre bleiben, aber das Geld wird weniger. Die Nobelpreisträger bekommen in diesem Jahr neben der prestigeträchtigen Urkunde etwa 200.000 Euro weniger ausgezahlt als vor einem Jahr. Der Nobel-Stiftung geht es wie vielen Groß- und Kleinanlegern: Ihre Geldanlage wirft nicht mehr so viel ab wie vor Jahren noch. Die Kosten für die Verleihungszeremonien und für die Verwaltung der Gelder steigen; die Fondsmanager, die die Schweden beschäftigen, sind teuer, aber nicht immer ihr Geld wert. Kurz: Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen aus Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen. Damit auf längere Sicht nicht das Stiftungsvermögen aufgezehrt wird, müssen die Nobel-Chefanleger bei den Preisträgern kürzen.

Dabei hatten die Stifter eigentlich vieles richtig gemacht: Sie haben ihr Vermögen verteilt, so, wie es schon der 1990 mit dem Nobelpreis geehrte US-Wirtschaftswissenschaftler Harry Markowitz empfahl oder wie es anschaulich ein englisches Sprichwort formuliert: „Geld ist wie Mist. Es ist gut, wenn es ausgestreut wird.“

Investoren kaufen von allen möglichen Anlagen ein bisschen, um das Depot für den Ruhestand auf ein Fundament mit vielen Säulen zu stellen. Ist eine Säule ein wenig brüchig, gleichen die anderen stabilen dies aus, so die Idee. Die Nobel-Experten etwa steckten 47 Prozent des Geldes in Aktien, und dieser Teil verlor 9,3 Prozent an Wert. Nur 20 Prozent der Gelder wurden in Anleihen investiert oder in Festgeldern geparkt, die immerhin ein Plus von 3,3 Prozent brachten. Immobilien machten neun Prozent der Anlagen aus, insgesamt 24 Prozent entfielen auf Hedge- und Private-Equity-Fonds. Durch die Kombination der verschiedenen Geldanlagen konnten die Stockholmer die Verluste reduzieren. Aber das Ziel, dadurch unterm Strich im Plus zu bleiben, haben die Stifter zuletzt verfehlt: Das Vermögen sank 2011 um 2,6 Prozent.

Ein Grund: Die Aktienquote der Stiftung war sehr hoch – und Gold fehlte im Depot völlig.

Wenn schon große Stiftungen versagen, die teure Vermögensmanager bezahlen, wie kann der Normalsparer sinnvoll sein Depot aufteilen?

Kommentare zu " Strategie: Die optimale Mischung für die Rente"

Alle Kommentare
  • 90% Silber und 10% Gold. Lange haltbare Lebensmittel auf Vorrat. Sprossen und Keime zum selbermachen - sehr sehr lange haltbar und wahre Gesundheitsbomben !
    Adressen von produzierenden Bauern auf dem Lande. Gute Luftdruckwaffen zur Selbstverteidigung. Rechtzeitig den Umgang damit üben sowie auch Selbstverteidigung / Martial Arts lernen. Hält auch jung wenn es richtig und nicht exzessiv gemacht wird ;-)

  • Die optimale Mischung ist 50 % Gold und 50 % Silber und die Mitgliedschaft in einem Tauschring.

  • Ein sehr gelungener Artikel, bis auf den letzten Absatz. Da werden Aktionsangebote von traditionellen Fonds mit Standardkonditionen von ETF-Sparplänen verglichen, wohingegen im Absatz darüber explizit erwähnt wird, dass es solche Aktionsangebote auch auf ETF-Sparpläne gibt.
    Dann unterscheiden sich ETFs und traditionelle Fonds nur noch in den laufenden Fondskosten. Während ein DAX ETF 0,15% pro Jahr kostet, so kostet ein traditioneller Fonds auf deutsche Aktien um die 1,50% pro Jahr. Eine Ersparnis von 90% pro Jahr an Kosten!
    Eine praktische Übersicht über alle ETF-Sparpläne inklusive aller ETF-Sparplanaktionen der Onlinebroker findet man unter www.justetf.com/sparplan.
    Wer sich für die 1,5% eine Mehrrendite über den Vergleichsindex erhofft, der wird oft enttäuscht. Hierzu gibt es zahlreiche Studien. So zum Beispiel eine erst kürzlich wieder erschiene Studie von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (April 2012).

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