Strategie: Flexibilität macht sich bezahlt

StrategieDie optimale Mischung für die Rente

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Flexibilität macht sich bezahlt

In der Vergangenheit ließen sich mit Mischfonds trotz des generell niedrigen Risikos ordentliche Renditen erwirtschaften Wer in den vergangenen 30 Jahren jeden Monat 100 Euro in einen aktienbetonten Mischfonds beiseitegelegt hat, erzielte im Durchschnitt aller Fonds eine Rendite von 5,3 Prozent pro Jahr. Aus eingezahlten 36.000 Euro wurden 86.252 Euro.

Inzwischen haben viele neue Mischfonds eine flexiblere Strategie als die traditionellen Mischungen und könnten deshalb in den kommenden 30 Jahren mehr Ertrag für Anleger einfahren. Die Fondsmanager der Moderne versuchen mit Derivaten Kursverluste zu bremsen, ihr Anlageuniversum wird vielfach um Rohstoff- oder Immobilieninvestments ergänzt. Die Manager kleben heute auch nicht mehr so stark an einem Vergleichsindex.

Sie agieren schneller, wenn sie neue Trends am Markt erkennen, die sich beispielsweise durch die Globalisierung und den Aufstieg der Schwellenländer herauskristallisieren. Viele Fondshäuser stellen dem mit so viel Freiheit ausgestatteten Fondsmanager dann allerdings im Gegensatz zu früher einen sogenannten Risikomanager zur Seite. Gut für Anleger: Dieser kontrolliert, dass trotz veränderter Investmentstrategien nichts aus dem Ruder läuft.

Doch eine Erfolgsgarantie für die neue freiheitsliebende Fondsanlage gibt es nicht. Die Flexibilität eines Sparplans macht sich allerdings für Anleger bezahlt. Wenn der Manager eines Fonds nichts taugt, kann der Kunde die Raten aussetzen und in andere Fonds sparen oder sogar die gesamte Summe anderweitig anlegen.

Wer sich nicht mit Durchschnittsware begnügen will und höhere Verluste akzeptieren kann, wählt einen erfolgreich weltweit agierenden Aktienfonds für seine Einzahlungen. Risikopuffer bringen Anleihen wegen fester Zins- und Tilgungszahlungen. Darauf sollten Anleger nicht verzichten, auch wenn die Renditeaussichten für global anlegende Rentenfonds angesichts der Niedrigzinsphase eher mau sind. Einige Fondsmanager mischen zu den derzeit niedrig verzinsten Anleihen aus Industriestaaten noch Unternehmen- sowie Schwellenländerpapiere bei, die höhere Zinsen abwerfen. Ein solcher Mix ist im Selbstbau-Verfahren schwierig zusammenzustellen.

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  • 90% Silber und 10% Gold. Lange haltbare Lebensmittel auf Vorrat. Sprossen und Keime zum selbermachen - sehr sehr lange haltbar und wahre Gesundheitsbomben !
    Adressen von produzierenden Bauern auf dem Lande. Gute Luftdruckwaffen zur Selbstverteidigung. Rechtzeitig den Umgang damit üben sowie auch Selbstverteidigung / Martial Arts lernen. Hält auch jung wenn es richtig und nicht exzessiv gemacht wird ;-)

  • Die optimale Mischung ist 50 % Gold und 50 % Silber und die Mitgliedschaft in einem Tauschring.

  • Ein sehr gelungener Artikel, bis auf den letzten Absatz. Da werden Aktionsangebote von traditionellen Fonds mit Standardkonditionen von ETF-Sparplänen verglichen, wohingegen im Absatz darüber explizit erwähnt wird, dass es solche Aktionsangebote auch auf ETF-Sparpläne gibt.
    Dann unterscheiden sich ETFs und traditionelle Fonds nur noch in den laufenden Fondskosten. Während ein DAX ETF 0,15% pro Jahr kostet, so kostet ein traditioneller Fonds auf deutsche Aktien um die 1,50% pro Jahr. Eine Ersparnis von 90% pro Jahr an Kosten!
    Eine praktische Übersicht über alle ETF-Sparpläne inklusive aller ETF-Sparplanaktionen der Onlinebroker findet man unter www.justetf.com/sparplan.
    Wer sich für die 1,5% eine Mehrrendite über den Vergleichsindex erhofft, der wird oft enttäuscht. Hierzu gibt es zahlreiche Studien. So zum Beispiel eine erst kürzlich wieder erschiene Studie von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (April 2012).

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