Strukturierte Produkte
Inflation knabbert an Ersparnissen

Eine schleichende Geldentwertung lässt langfristig das Ersparte schrumpfen. Strukturierte Produkte und Anleihen schützen davor. So hat zum Beispiel die Bundesregierung eine inflationsgeschützte Anleihe herausgegeben.

HB FRANKFURT. Den älteren Bundesbürgern ist die Geldentwertung noch in schmerzlicher Erinnerung durch die Jahre vor der Währungsreform. Diese Zeit war durch eine galoppierende Inflation bestimmt und sorgte dafür, dass Papiergeld praktisch fortlaufend an Wert verlor. Erst mit der Währungsreform und der damit verbundenen Einführung der Deutschen Mark konnte die Inflationsrate deutlich zurückgedrängt werden.

Mittlerweile spielt die schleichende Geldentwertung für die meisten Deutschen nur noch eine untergeordnete Rolle. Zuletzt rückte sie auf Grund der Einführung des Euro in den Vordergrund. Die während des Starts der Gemeinschaftswährung gefühlte Inflation konnte aber statistisch nicht belegt werden, was mit der standardisierten Zusammensetzung des Musterwarenkorbs zusammenhängt. Dieser Warenkorb enthält verschiedene Dienstleistungen und Konsumgüter des alltäglichen Bedarfs und wird regelmäßig vom Statistischen Bundesamt auf seine Zusammensetzung überprüft.

Aktuell zeigt die Inflation mit Steigerungsraten von zirka zwei Prozent zum Vorjahresmonat nur geringe Auswirkungen auf den Alltag des Normalverbrauchers. Dennoch lohnt sich der Blick des Anlegers auf die Inflationsraten. Diese führen letztendlich zu einer Reduzierung der Kaufkraft des angelegten Kapitals. In der Bundesrepublik waren zuletzt während der 90er Jahre Inflationsraten von über vier Prozent zum Vorjahresmonat statistisch nachweisbar. Insbesondere die explodierenden Rohstoffpreise können durch höhere Heiz- und Treibstoffpreise wieder zu vergleichbaren Raten führen.

Ein deutlich überspitzter Beweis für die Folgen der schleichenden Geldentwertung ist zum Beispiel der Preisanstieg anhand eines VW Golf. Der erste Golf war 1973 noch für zirka 8 000 Mark zu haben, während 33 Jahre später über 15 000 Euro für das Basismodell zu bezahlen sind. Der jährliche Kaufkraftverlust beträgt in diesem Beispiel zirka 3,9 Prozent. Zugegeben, der heutige Golf ist sicherlich im Hinblick auf technische Ausstattung und Sicherheit mit dem Modell von 1973 nicht zu vergleichen. Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass der reale Wert von Geld im Zeitablauf stark sinken kann. Der Wertverlust wird im Bereich der Löhne und Gehälter regelmäßig durch neue Tarifabschlüsse und damit Lohnerhöhungen ausgeglichen. Aber wie erfolgt der Wertausgleich bei der eigenen Geldanlage?

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