Studie zur Altersvorsorge: Cash in der Anlage „oft nicht zielführend“

Studie zur Altersvorsorge
Cash in der Anlage „oft nicht zielführend“

Der Kurssturz an der Börse schockiert, die Deutschen sind vernarrt in Tagesgeld. Doch damit könne man Altersvorsorge nicht seriös betreiben, so eine Studie. Warum vermögende Anleger ihre Schwäche für Bares gestehen.

FrankfurtEs ist ein ungutes Gefühl, dass die Deutschen beschleicht. Nur 34 Prozent glauben, dass sie finanziell gut für die Rente vorgesorgt haben, die große Mehrheit plagen dagegen Zweifel, ob sie im Alter richtig abgesichert sind. Allerdings könnten die Anleger auch deutlich mehr dafür tun, damit die Ängste nicht Realität werden. Immer noch halten die Deutschen im Schnitt 63 Prozent ihres Vermögens in Spareinlagen und Tagesgeld – was sich in Zeiten rekordniedriger Zinsen nicht mehr auszahlt. Aktien machen nur 15 Prozent der Portfolios aus, auf Immobilien entfallen fünf Prozent und auf Anleihen rund drei Prozent. „Wir haben eine grundsätzliche Angst, in andere Anlagen als Cash zu gehen“, sagt Christian Machts, Leiter des Privatkundengeschäfts von Blackrock in Deutschland. Das sei zwar in Zeiten starker Turbulenzen an den Börsen nachvollziehbar, aber oft nicht zielführend, lautet die Analyse im „Global Investor Pulse Deutschland“ des weltweit größten Vermögensverwalters.

Dass eine konservative Geldanlage heutzutage unter dem Strich einen Vermögensverlust bedeutet, leuchtet langsam ein. Laut der repräsentativen Blackrock-Befragung unter rund 2000 vermögenden Privatanlegern glaubt nur rund die Hälfte der Anleger, beim Sparen und Anlegen alles richtig zu machen. Und die Menschen räumen ein, dass sie viel mehr Baranteile halten als eigentlich gut wäre.

Ermutigend ist die Einstellung der jungen Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren zur Geldanlage. In dieser Altersgruppe der „Millennials“ steht nicht der Kapitalerhalt im Vordergrund, vielmehr wollen 38 Prozent einen Vermögenszuwachs erzielen. Professionelle Berater haben allerdings noch einen schweren Stand, nur 17 Prozent seien „mit dem Berater in regelmäßigem Austausch“, berichtet Blackrock-Manager Machts. Dabei seien diejenigen, die nicht nur auf eigene Faust handeln, zufriedener mit ihren Finanzentscheidungen.

Die Blackrock-Befragung fiel in den Hochsommer des vergangenen Jahres, der Dax büßte in diesem Zeitraum nahezu 2000 Punkte ein. Insofern ist es bemerkenswert, dass die Anleger den Sinn von Aktienengagements erkennen, selbst wenn es an der Börse abwärts geht. Momentan erleben die Märkte wieder starke Turbulenzen, der Deutsche Aktienindex (Dax) hat seit Jahresbeginn rund 17 Prozent verloren.

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