Tagesgeld für Anleger
Was bringt Sparen eigentlich noch?

Die Zinsen bei Tagesgeldern tendieren bei vielen Banken gegen Null. Bei immer mehr Geldhäusern erzielen Kunden keinerlei Erträge mehr. Und nach der Inflation verlieren die Sparer sogar Geld. Haben Sparkonten ausgedient?
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Nullkommanichts – so lautet der Leitspruch vieler Banken bei Tages- und Festgeldern. Eine spontane Stichprobe der FMH Finanzberatung für Handelsblatt Online zeigt: Einige Institute wie etwa die Commerzbank, Münchener Bank oder GLS Bank offerieren ihren Kunden einen Zins von 0,00 Prozent. Und die Zahl an Null-Offerten könnte bald steigen. Mindestens 14 Institute bieten derzeit einen Zins von 0,01 Prozent und weniger.

Die Auswertung zeigt: In Zeiten von Minuszinsen – die europäische Zentralbank gibt auf Bankeinlagen einen negativen Zins und auch die Sätze zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen sind derzeit negativ – soll eine Null offenbar schon als Sparerfolg gelten.

Und schon droht neues Ungemach. Experten rechnen damit, dass EZB-Chef Mario Draghi schon auf der März-Sitzung nachlegen wird, der Minuszins von aktuelle 0,3 auf 0,4 Prozent absinkt. Ein weiterer Anleihekauf könnte den Druck auf die Zinsen der Sparkonten weiter erhöhen.

Auch wenn Minuszinsen bei Tages- und Festgeldern von Kleinsparern derzeit kaum denkbar sind, sind viele Kleinanleger verunsichert. Hinzu kommt, dass die Bundesregierung darüber diskutiert, Barzahlungen über 5.000 Euro gesetzlich zu verbieten. Und dann prüft die Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit auch noch, die Verwendung von 500-Euro-Banknoten vollständig einzustellen.

Solche Maßnahmen sollen Schwarzarbeit und organisierte Kriminalität bekämpfen. „Dabei dürfte aber tatsächlich eine andere Überlegung im Vordergrund stehen: Eine Übertragung der Negativzinsen einiger Zentralbanken wie der EZB auf Sparer und Unternehmen“, befürchtet etwa Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der Quirin Bank.

Ein Freund in der Not ist den Sparern bislang noch die niedrige Inflationsrate. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Bundesbank erwartet in diesem Jahr eine Teuerung von rund 0,25 Prozent. Auf Sicht könnte die Inflation wieder merklich ansteigen, im nächsten Jahr rechnet die Bundesbank mit 1,75 Prozent.

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Was von den Zinsen übrig bleibt

Kommentare zu " Tagesgeld für Anleger: Was bringt Sparen eigentlich noch?"

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  • @ Peter Spiegel
    Abhedgen: hab ich gar nix dagegen...
    Sch...e allerdings nur, wenn Sie beim Aktiencrash 2008 ihre Positionen mit Derivaten von Lehman abgehedgt haben... ;-))

  • Deine Zukunft kenne ich...Lol

  • Kontrolle über das Leben heißt nicht immer alles kommentieren zu müssen

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