Tagesgeld im Ausland
Zinspilot sammelt Milliarde ein

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Partner für Banken

Allen Plattformen gemein ist, dass die Kunden dort online ein Konto bei einer Bank im europäischen Ausland eröffnen können und dafür keine Reise in das jeweilige Land antreten müssen. In Sachen Einlagensicherung verweisen die Plattformen auf die europäische Einlagensicherung, die für Beträge bis 100.000 Euro gilt. Verbraucherschützer äußern sich dazu aber immer wieder skeptisch.

Zwar sollen EU-weit 100.000 Euro pro Sparer geschützt sein, doch hinter jedem nationalen Einlagensicherungsfonds stehe das jeweilige Bankensystem. Wenn der Fonds bei einer Bankenpleite nicht ausreiche, müsse der Staat die Löcher stopfen. Ob dieser auch für ausländische Kunden aufkomme, sei fraglich.

Im Gegensatz zu manch anderen Fintech-Unternehmen sehen sich die Plattformen nicht als Angreifer auf die Banken, sondern als Partner. Zinspilot setzt aktuell auf zwei Strategien: Zum einen werden direkt über die eigene Plattformen Kunden gewonnen. Dabei bekommt Zinspilot Unterstützung von Vertriebspartnern wie dem Online-Broker flatex, einem Unternehmen der Fintech Group, und dem Maklerpool Jung, DMS & Cie.

Daneben ist Deposit Solutions als Technologieanbieter aktiv. Mit seiner Hilfe können Banken und Finanzdienstleister Tages- und Festgeldangebote anderer Banken in ihre Online-Portale integrieren. Mit der deutschen Fidelity-Tochter FFB soll eine solche Kooperation bereits in den in nächsten Tagen starten.

Die Deutsche Bank will die Technologie im kommenden Frühjahr in ihr Portal integrieren. „Beide Ansätze sind für uns profitabel“, sagt Sievers. „Wenn wir unsere Technologie bereitstellen, müssen wir uns zwar die Provision der Anlagenbank mit unserem Partner teilen, dafür entfallen aber die Marketingkosten, die bei der Kundengewinnung über unser eigenes Portal entstehen.“

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Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Tagesgeld im Ausland: Zinspilot sammelt Milliarde ein"

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  • Den Leuten ist hoofentlich auch bewußt, dass hier nicht die deutsche Einlagensicherung gilt, sondern die Einlagensicherung des Landes, wo die Bank ihren Sitz hat. Ich möchte mal sehen, was die Einlagensicherung in Portugal noch zahlen kann, wenn es wirklich wieder mal zu einer Krise kommt.

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