Tagesgeld und Festgeld: Wo es derzeit die besten Zinsen gibt

Tagesgeld und Festgeld
Wo es derzeit die besten Zinsen gibt

Die Renditen für Zinskonten sind im Keller. Sparer sollten ihre Institute daher umso sorgfältiger auswählen. Ein Vergleich zeigt, welche Banken konstant solide Zinsen bieten.

Mario Draghi ist kein Freund der deutschen Kleinsparer. Das zeigt zumindest der Blick auf die Zinskurve von Tagesgeldern. Als Draghi am 1. November 2011 die Präsidentschaft der EZB übernahm rentierten Tagesgelder im Schnitt noch bei fast 1,8 Prozent.

Gleich in seiner ersten EZB-Sitzung kappte Draghi den damaligen Leitzins in Höhe von 1,5 Prozent um einen viertel Prozentpunkt. In sieben Schritten ging es runter auf derzeit 0,05 Prozent. Für Tagesgelder gibt es aktuell nur noch im Schnitt 0,35 Prozent.

Trotz dem allgemeinen Zinsschwund sollten Sparer Zinskonten nicht pauschal meiden. Denn erstens sind sie ideal für Gelder die kurzfristig geparkt oder auf Nummer sicher kostengünstig angelegt werden sollten. Und zweitens gibt es große Unterschiede bei den Zinsen. Während knauserige Institute derzeit nur noch einen Zins von 0,01 Prozent anbieten, offerieren aggressive Anbieter Neukunden 1,25 Prozent. „Ein Wechsel kann lohnen, wenn das neue Institut langfristig faire Konditionen bietet“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung.

Wie die Anbieter von Zinskonten im Markt agieren, zeigt ein Vergleich der Tages- und Festgeldkonditionen des vergangenen Jahres. Das Ergebnis zeigt, welche Banken ihren Kunden dauerhaft Top-Konditionen anboten. Bei den Neukundenofferten mit erweiterter deutscher Einlagensicherung schaffte es die Consorsbank an 39 von 50 untersuchten Wochen auf den ersten Platz in dem Zinsvergleich (siehe Tabellen am Ende des Artikels).

Kein anderes Institut lag so konstant vorne wie die Tochter der französischen BNP Paribas. Zum Jahresstart lag der Zins bei 1,2 Prozent und sank bis Anfang Oktober auf 1,0 Prozent. Dann ging es zehn Wochen runter auf 0,6 Prozent. Aktuell bieten die Consorsbank Wechslern wieder 1,0 Prozent und garantiert den Satz für 12 Monate.

Wegen dieser Zinsgarantie lohnte der Wechsel von Tagesgeldanbietern im vergangenen Jahr nicht. Wer 2015 das ganze Jahr bei der Consorsbank blieb, hatte bei einer Anlage von 20.000 Euro am Ende des Jahres 20.240 Euro auf dem Konto. Wer stattdessen von der Sberbank (1,3 Prozent bis Mitte März) zur Renault Bank (1,1 Prozent bis Mitte Juni), dann zu MoneYou (1,05 Prozent bis Anfang September) und anschließend wieder zurück zur Renault Bank (1,0 Prozent für Bestandskunden bis Ende des Jahres) wechselte, hätte 20 Euro weniger Zinsertrag als der Kunde der Consorsbank.

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