Tool der Woche
Alles muss raus

Der Sommerschlussverkauf startet fulminant. Selten gab es derart hohe Rabatte. Kauflustige profitieren doppelt: Auch die Konsum-Kredite werden billiger. Wie Kunden die günstigsten Konditionen finden.
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DüsseldorfJedes Jahr im Sommer erwacht in Deutschland wieder das Jagdfieber. Pünktlich zum eigentlich längst abgeschafften Sommerschlussverkauf senken die Einzelhändler die Preise. Diesmal soll es besonders günstig sein.

Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young prognostizieren Einzelhändler Rabatte von 27 Prozent im Durchschnitt – im Vorjahr waren es lediglich 20 Prozent. Im traditionellen Fachhandel sollen sogar im Schnitt 35 Prozent drin sein. „Wegen der kühlen und nassen Witterung im Frühling und Frühsommer liefen die Geschäfte vor allem im Textilhandel deutlich schlechter als erwartet“, sagt Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Die Lager sind jetzt noch gut gefüllt mit Sommerware. „Die muss dringend raus, um Platz zu schaffen für die Herbstware.“

Passend zur Schnäppchenzeit senken auch mehrere Banken ihre Sätze für Ratenkredite. Denn zum Sommerschlussverkauf sind auch Küchen, Möbel oder Schmuck vielfach deutlich günstiger. Die DKB senkte den Satz für ihren Ratenkredite zuletzt von 5,55 Prozent auf 4,95 Prozent, die Netbank von 5,54 Prozent auf 5,24 Prozent. Zuvor senkte bereits die ING-DiBa von 5,55 auf 5,25 Prozent. „Langsam kommt das allgemeine Zinstief bei Ratenkrediten an“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. In den vergangenen zwölf Monaten fielen die Sätze im Schnitt von mehr als 6,5 Prozent auf 5,9 Prozent.

Die Wahl des günstigsten Kredits ist nicht trivial. Viele Banken bieten etwa Freiberuflern gar keine Konsumkredite an. Bei Angestellten variieren die Konditionen etwa nach Verwendungszweck, spezielle Kredite für Autos sind etwa vielfach günstiger als für Antiquitäten oder Schmuck. Viele Institute koppeln die Höhe der Zinsen an die Bonität der Kunden.

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