Tool der Woche
Mastkur fürs Sparschwein

Sparer sollten sich vom Zinstief nicht entmutigen lassen. Ein Vergleich zeigt, wie sich mit Ausdauer ein kleines Vermögen erzielen lässt. Welche Bank-Sparpläne und Lebenpolicen noch auskömmliche Renditen bringen.
  • 2

DüsseldorfGestern war ein besonderer Tag. Doch wer nicht zufällig auf der Internetseite von Handelsblatt Online war, dürfte kaum etwas davon gemerkt haben: Es war Weltspartag. In Deutschland wurde er wegen des Feiertages sogar vorgezogen, heute begehen die meisten anderen Ländern den Feiertag der Sparfüchse.

Zwar scheint es so, als ob es kaum mehr einen Tag ohne guten Vorsatz, Widmung oder Gedenken gäbe. Allein die Vereinten Nationen listen für Westeuropa mehr als hundert Sondertage auf, darunter demnächst den Welttoilettentag am 19. November, den Welttag des Fernsehens am 21. November oder den Tag der Berge am 11. Dezember.

Das Interesse an solchen Terminen hält sich aber oft in Grenzen. Das gilt auch für den von vielen Geldhäusern und Bausparkassen beworbenen Tag des kollektiven Sparens, der den Menschen seit seiner Einführung im Jahr 1925 den Sinn finanzieller Vorsorge näherbringen soll. So ermittelten etwa die Marktforscher von Ipsos für die ING-DiBa, dass der jährliche Weltspartag nur für acht Prozent der Deutschen wichtig oder sehr wichtig ist.

Dabei gelten die Deutschen als Weltmeister der Sparer, im vergangenen Jahr legten sie im Schnitt 10,3 Prozent ihres Einkommens zur Seite. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sank die Sparquote privater Haushalte damit aber auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Mehr als fünf Billionen Euro horten die Deutschen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Vor allem Bankeinlagen sind bei Sparern laut Bundesbank derzeit beliebt.

Die Vermögensbildung wird wegen des Zinstiefs aber immer schwieriger. Nach einer gewichteten Analyse der FMH-Finanzberatung unter 35 Banken gibt es für Tagesgeld und einjährige Festgelder im Schnitt nur noch einen Zins von etwas mehr 0,7 Prozent, die schlechtesten Anbieter offerieren nur noch zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.

Sparer sollten angesichts solcher Sätze nicht aufstecken. Dass der Aufbau von Vermögen sinnvoll ist, daran ändert auch das Zinstief nichts. „Höhere Zinsen helfen, das Ziel schneller zu erreichen“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung. „Doch niedrige Zinsen machen das Sparen nicht obsolet“. Sparer, die vor allem sicher anlegen möchten und keine hohen Renditen erwarten, wählen in der Regel Banksparpläne oder Lebenpolicen. Handelsblatt Online zeigt, welche Anbieter die besten Konditionen bieten.

Kommentare zu " Tool der Woche: Mastkur fürs Sparschwein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Jeder, der 400 Jahre alt wird, kann sein Sparschwein auf Teufel komm' raus mästen !!!!!

  • Man sollte beim Sparen aber dennoch daran denken, dass iwa die ESM kommt und den Sparer mehr oder weniger an den Schulden der Politiker beteiligt. Seit Zypern sollte bekannt sein, dass das ganz plötzlich kommen kann.

    Aber wir wollen besser nicht schwarz malen und freuen uns besser an den kleinen Gewinnen von den Aktien, die ,man auch erzielen kann.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%