Tool der Woche – Ratenkredite: Günstig ans Geld

Tool der Woche – Ratenkredite
Günstig ans Geld

Die Geldflut der Europäischen Zentralbank kommt bei den Kreditnehmern an. Ratenkredite sind so günstig wie nie. Wo es die besten Konditionen gibt und was Schuldner beachten sollten.

Der Schreck sitzt bei vielen Kleinsparern immer noch tief. Die Europäische Zentralbank senkte am Donnerstag ihren Leitzins auf 0,0 Prozent. Der Einlagesatz für Geschäftsbanken, der gerne auch als Strafzinstituliert wird, liegt jetzt bei minus 0,4 Prozent.

Ein „monetäres End-Game werde wahrscheinlicher“, erklärt etwa Heinz-Werner Rapp, Vorstand des Analysehauses Feri. Ein Szenario, in dem Zentralbanken im Kampf gegen deflationäre Kräfte noch extremere Maßnahmen die Übernahme und Finanzierung von Staatsschulden oder eine unlimitierte Geldschöpfung einsetzen könnte sich tatsächlich realisieren.

„Ein solches Szenario wäre aber mit Sicherheit gefährlich für die Nullzins-geprägten Rentenmärkte und viele Währungen, letztlich also ein Todesstoß für das bisherige Finanz- und Währungssystem“, erklärt Rapp. „Das große Bündel an Maßnahmen zeuge von einer enormen Nervosität seitens der obersten Währungshüter“, sagt Otmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank. „Denn auch sie müssen sich eingestehen, dass ihre Geldpolitik bislang die Wirkung verfehlt hat“.

Während Sparer und Lebensversicherte das Grausen packt, bleiben Menschen mit knappem Budget eher ruhig. Sie profitieren von den niedrigen Zinsen. Die Deutschen haben laut Bundesbank einen Bestand von gut 150 Milliarden Euro an Konsumkrediten. Wie hoch das Sparpotenzial ist, zeigt ein Vergleich der FMH Finanzberatung. Im November 2011, kurz nach Amtsantritt des neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi notierte der Leitzins noch bei 1,5 Prozent. Damals kosteten Ratenkredite mit einer Laufzeit von 60 Monaten noch einen Zins von 7,5 Prozent.

Doch seitdem ist auf dem Zinsmarkt viel passiert. Achtmal wurde der Leitzins gesenkt, zuletzt ganz abgeschafft. Der Drei-Monats-Euribor – ein Referenzzins für kurzfristige Termingelder und Kredite – notiert seit Ende April vergangenen Jahres im Minus. Der Sechs-Monats-Euribor fiel im November vergangenen Jahres unter die Nulllinie.

„Da auch die Anlagezinsen für Tagesgeld und Festgeld, die einige Banken zur Refinanzierung der Ratenkredite verwenden, stark gefallen sind, mussten fast  zwangsläufig auch niedrige Kreditzinsen angeboten werden“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung.

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