Tool der Woche: Sparbuch-Vergleich
Trost fürs Sparschwein

Mit 1,0 Prozent gilt die Inflationsrate in Deutschland als extrem niedrig. Doch um diesen Betrag zu verdienen, brauchen Anleger beim schlechtesten Sparbuch 19 Jahre. Wo es noch auskömmliche Sparbuchzinsen gibt.
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Düsseldorf„Glücklich ist, wer rechtzeitig darauf schaut, dass er es hat, wenn er es braucht“ - mit diesem Spruch warb der Moderator und Lebensberater Josef Kirschner jahrelang für Sparprodukte in Österreich.

Das Ziel, etwas für die Zukunft zurückzulegen, verfolgten Generationen privater Anleger mit einem  Sparbuch. Es ist der Klassiker der Geldanlage und wurde in Deutschland erstmals 1818 bei der Berliner Sparkasse erwähnt. Seither wurden hier fast eineinhalb Jahrhunderte lang Ein- und Auszahlungen ebenso sorgfältig vermerkt wie die Zinsgutschriften. Noch immer zählt es zu den wichtigsten Anlageprodukten der Deutschen. Mehr als 500 Milliarden Euro haben Sparer hier investiert.

Doch sind manche Produkte nicht viel besser als der berühmte Sparstrumpf, der einst ganz groß in Mode war: So bietet die Degussa-Bank  bei ihrem Sparbuch gerade mal 0,05 Prozent Zins. Bei der Deutschen Bank sind es magere 0,1 Prozent. So lässt sich eine Inflationsrate von derzeit 1,0 Prozent in Deutschland jedoch nicht ausgleichen. Bei 0,05 Prozent Zins würden Anleger absurde 19 Jahre brauchen um ihre Einlage auf 1,0 Prozent zu vermehren.

„Dennoch sollten Minizinsen keine Ausrede sein, um mit dem Sparen einfach aufzuhören“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. Wer nicht regelmäßig Geld zurücklege, dem fehle schlicht die Basis, die sich verzinsen kann. Eine Umfrage des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes ist daher alarmierend.

Sie zeigt, dass zwölf Prozent der Deutschen wegen der niedrigen Zinsen weniger sparen. Immerhin sieben Prozent sparen deshalb mehr und zwölf Prozent sehen sich nach attraktiveren Sparformen um.

Denn nur wer genügend Geld zurücklegt und verfügbar hält, erspart sich in kleineren und größeren Notfällen teure Dispozinsen oder Nachteile, wenn Festgeldanlagen vorzeitig aufgelöst oder Wertpapiere voreilig verkauft werden müssen.

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  • wenn ich bei einer BAnk ein Tagesgeldkonto und ein Girokonto habe, gilt die Sicherung dann für beide zusammen oder Pro Konto?

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