Tool der Woche: Tages- und Festgeld
Wann Sparer wieder hoffen dürfen

Die Politik der EZB ist Gift für Sparer und ein Ende der Niedrigzinspolitik scheint weit entfernt. Wann die Zinsen wieder steigen könnten und welche Tages- und Festgeldanbieter langfristig gute Konditionen haben.
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Der Rat der Europäischen Zentralbank hat auch heute keine guten Nachrichten für Sparer. Der Leitzins bleibt mit 0,25 Prozent auf seinem historischen Tief. Die Währungshüter behielten den Einlagensatz bei Null und den Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,75 Prozent. „Ich möchte deutlich machen, dass wir ein Mandat haben, um Preisstabilität zu sichern - und zwar in beide Richtungen“, sagte Mario Draghi. Um die Gefahr einer Deflation - eines Preisverfall auf breiter Front - zu bannen, ließ die EZB ihren Leitzins niedrig.

„Der nächste Zinsschritt – nach oben – ist bei der EZB noch in weiter Ferne“, sagt Martin Moryson, Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim. „Sicherlich könnte Deutschland schon jetzt höhere Leitzinsen vertragen, aber die EZB muss sich bei ihren Entscheidungen am gesamten Euro-Raum orientieren“.

Die Konjunktur läuft aus Sicht der Zentralbanker noch nicht rund und die Inflationsrate ist mit 0,8 Prozent im Euro-Raum und 1,2 Prozent in Deutschland sehr niedrig. Die Länder der Peripherie müssten aber real abwerten, also eine deutlich niedrigere Inflationsrate als Deutschland aufweisen.

„Da Preise und insbesondere Löhne nach unten oft starr sind, würde dieser notwendige Anpassungsprozess erleichtert, wenn die Preise in Deutschland stärker stiegen“, sagt Moryson. Die Zentralbanker hätten daher keinen Anlass, ihre Politik zu ändern.

„Anleger werden also auf ihren Sparguthaben im Jahr 2014 nichts verdienen können“, erklärt Moryson. „Wer Realverluste vermeiden will, muss Risiken eingehen. Das ist eine der negativen Nebenwirkungen der expansiven Geldpolitik der EZB.“

Womit Sparer rechnen müssen, zeigt eine Prognose von Feri Eurorating für Handelsblatt Online. „Eine geringe Bewegung nach oben werden wir 2014 bei den Zinsen sehen, es dürfte sich aber um marginale Zinssteigerungen handeln“, sagt Gudrun Rehwald, Ökonomin des Analysehauses.

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  • Die Zinsen können systembedingt nicht mehr steigen

    Warum?

    Weil keiner mehr die Zinsen zahlen kann!

    Das Problem, an dem die gesamte Welt krankt, heißt verzinstes "Schuldgeldsystem" der int. Bankster!

    Das 1x1 des Schuldgeldsystem:

    Geld entsteht nur über Kredit!

    Geld=Schuld

    Bsp. Sie gehen zu einem Bankster und bekommen einen Kredit über 1000 Euro/Dollar.
    Somit wurden eben 1000 Euro/Dollar aus dem NICHTS geschaffen.

    Jeder Euro/Dollar der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss +Zinsen an die int. Bankster zurückgezahlt werden!

    Problem Zins bzw. Zinseszins:

    Die Gesamtgeldmenge X wird im Durchschnitt im Jahr mit 5% verzinst.
    Am Ende des Jahres ist die Geldmenge um +5% gewachsen.
    Wie sie oben erfahren haben entsteht Geld aber nur über Kredit, was bedeutet das für die jährlich anfallenden Zinsen?

    Das die int. Bankster jedes Jahr neue Schuldner finden müssen, die sich verschulden um die Zinsen (Neues Geld) zu erschaffen!

    Verstehen Sie jetzt warum alle Notenbanken die Zinsen so niedrig halten bzw. halten müssen?
    Wir sind am Ende der Verschuldung angekommen!

    Spanien musste 2012 ganze 29.000.000.0000 Euro nur an ZINSEN an die int. Bankster zahlen!
    JEDEN TAG ca. 80 Mil. Euro!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!
    (Die Versicherungs AGs gehören auch den Bankstern)

    Privatbanken haben das GELDMONOPOL und schaffen Schuldgeld (per Kredit) aus dem nichts und verschulden bzw. versklaven damit die ganze Menschheit!

    "So ist unser Geldsystem. Gäbe es keine Schulden, gäbe es kein Geld!" (Marriner Eccles, Präsident des privaten Federal Reserve Systems, am 30. September 1941)

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Medien nichts über das Schuldgeldsystem der int. Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen

  • Dazu kann man nur sagen das es sehr wohl Institute gibt die ihre
    2% p.a. auf täglich verfügbare Einlagen zahlen.

    Mit Sparkonten konnte noch nie eine realle Rendite erziehlt werden. (Sofern man nicht wirklich viel Geld hatte)
    Gehen die Zinsen auf Spareinlagen nach oben geht meistens auf die Inflation nach oben und somit bleibt unterm Strich nicht viel.

    Entweder man investiert jetzt in allerlei Dinge und/oder man macht Schulden weil das gerade billig ist. Je mehr Schulden die Leute jetzt machen werden jemehr Zinsen bekommen die Banken und dann könnten auch mal wieder die Sparzinsen steigen.

    Das Geld der Zentralbanken belastet Sicherheiten egal in welcher Höhe zu 100% Kundeneinlagen belasten Sicherheiten nur bis zu 100.000€ je Kunde je Bank.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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