Umfrage unter Kunden
Lebenspolicen sind gefragt

Laut einer Umfrage der HDI Lebensversicherung-Gerling hängen Versicherungsprodukte die Banksparpläne in der Beliebtheit ab. Nur wenige Anleger wollen ihr Vermögen wegen der Abgeltungssteuer umschichten. Insgesamt haben die Befragten nur wenig Lust, ihre Altersvorsorge aufzustocken.

FRANKFURT. Lebensversicherungen stehen unverändert hoch im Kurs. Auch in turbulenten Börsenphasen zeigt sich, dass Rendite und Kapitalerhalt keine Gegensätze sind. Das kommt nach einer Umfrage von Forsa bei den Verbrauchern an. Die neue Abgeltungsteuer lässt die Anleger hingegen kalt. Nur wenige wollen ihr Vermögen deswegen umschichten. Von denen, die reagieren, denkt rund ein Drittel an eine Lebensversicherung, ergab eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Forsa im September 2008 durchführte. Auftraggeber war die HDI Lebensversicherung. -Gerling

Heraus kam dabei, was der Auftraggeber gerne hört: Banksparpläne sind ein Auslaufmodell in der Altersvorsorge. Unter den Assekuranzprodukten sind private Lebens- und Rentenversicherungen mit 42 Prozent am beliebtesten. Es folgen die staatlich geförderten Basis- und Riester-Rentenversicherungen mit 35 Prozent sowie die betriebliche Altersvorsorge mit 24 Prozent. Auffällig ist, dass ein relativ großer Anteil der Frauen ein staatlich gefördertes Produkt kaufen will. Die Männer bevorzugen dagegen eher die betriebliche Altersvorsorge. Banksparpläne liegen in der Gunst der Kunden mit 14 Prozent weit hinter den Versicherungen. In den kommenden Jahren könnten sie zum Auslaufmodell werden. Denn in der Generation der 18- bis 29-Jährigen denken nur noch zwei Prozent darüber nach, ein entsprechendes Produkt zu kaufen.

Überhaupt haben die Befragten wenig Lust, dieses Jahr noch etwas für die Altersvorsorge zu tun. Nur drei Prozent haben fest vor, einen Vertrag abzuschließen. Zwei Prozent sind unentschlossen, aber 95 Prozent wollen ihre Altersvorsorge nicht aufstocken. Auffällig ist, dass die 18- bis 29-Jährigen mit sieben Prozent eine höhere Bereitschaft als der Durchschnitt zeigen, etwas zu tun. Auch Personen mit Abitur oder Studium sind deutlich mehr zu einem Abschluss bereit als der Durchschnitt.

Die Hälfte der Befragten hätte der Umfrage zufolge zwar zwischen 25 und 200 Euro monatlich zur freien Verfügung. Doch das Geld wollen sie lieber ausgeben als sparen. Die wenigen, die an das Alter denken, bevorzugen dabei eine private Lebens- oder Rentenversicherung: 67 Prozent der Befragten denken an eine klassische Versicherung mit Garantieverzinsung. 29 Prozent tendieren zu einer fondsgebundenen Versicherung mit Garantieelementen. Nur zwölf Prozent wollen eine Fondspolice ohne Garantien erwerben.

Damit unterscheidet sich das aktuelle Meinungsbild vom langfristigen Trend: Von 4,6 Prozent im Jahr 1995 kletterte der Anteil von fondsgebundenen Verträgen am Neugeschäft der Lebensversicherer bis 2007 auf 34,3 Prozent. Das besagen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

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