Vergleich
Wo es Top-Zinsen gibt

Anleger, die auf Sicherheit und Flexibilität setzen, wählen zwischen Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds. Einige Anbieter gewähren bis zu vier Prozent Zinsen. Ein Vergleich zeigt die besten Angebote.
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Die Turbulenzen an den Börsen, Anleihen- und Rohstoffmärkten verunsichern viele Anleger. Wer sein Geld in Zinskonten oder Geldmarktfonds anlegt, sichert sein Vermögen ab und bleibt gleichfalls liquide für mögliche Chancen bei Aktien oder Fonds. Handelsblatt Online zeigt die besten Konditionen für Tagesgeld, Festgeld und Geldmarktfonds.

Tagesgeld: Fester Ertrag und hohe Flexibilität

Einen kalkulierbaren Ertrag ohne Risiko – das wünschen sich viele Anleger beim Blick auf die Kursschwankungen an den Kapitalmärkten. Legen sie Kapital auf ein Tages- oder Festgeldkonto, bekommen sie zumindest einen festen Ertrag. Das Tagesgeldkonto gewährt dem Sparer überdies Freiheiten: Er kann sein Geld jederzeit wieder abziehen, wenn er es braucht oder sich für eine andere Anlageform entscheidet. Außerdem fallen keine Gebühren an.

Angesichts der Euro-Schuldenkrise und der Börsentalfahrt wird dieser Geldparkplatz derzeit stark nachgefragt. So verbucht die DAB Bank, die traditionell eher stark im Wertpapiergeschäft ist, einen Zuwachs der Einlagen auf Tagesgeldkonten um ein Fünftel. Die Comdirect meldet besonderes Interesse ihrer Kunden an Währungskonten. Aus Angst vor dem Wertverfall des Euros tauschen Anleger ihr Geld verstärkt in norwegische Kronen oder US-Dollar. Einlagen auf Währungsanlagekonten sind bei der Bank seit Jahresbeginn um knapp 20 Prozent gestiegen.

Allerdings bietet ein Tagesgeldkonto keine üppige Verzinsung. Im Durchschnitt sind es nach Berechnungen des Frankfurter Finanzdienstleisters FMH gerade mal 1,8 Prozent. In der Spitze zahlen die Banken aktuell Zinsen von bis zu 2,75 Prozent im Jahr, wie ein Zinsvergleich von FMH für das Handelsblatt zeigt. Damit bleibt dem Anleger immerhin auch nach Abzug der Inflationsrate noch ein minimaler Ertrag. „Vor allem Auslandsbanken locken mit üppigen Sätzen“, sagt Max Herbst, Chef der FMH-Finanzberatung. Typischerweise wollen sich solche Institute am hiesigen Markt etablieren, zudem seien die Zinsniveaus in ihrem Heimatland oft höher, sagt Herbst.

Vor allem bei überdurchschnittlich hohen Sätzen sollten Kunden aber unbedingt in die Bedingungen der Produkte schauen, denn oft gilt das Angebot nur für Neukunden, nur für begrenzte Zeit oder nur bis zu einer bestimmten Anlagesumme. Kundenfreundliche Anbieter reservieren den Einstandszins des Tagesgeldes sechs bis zwölf Monate lang und unterscheiden nicht zwischen Neu- und Bestandskunden. Die Direktbank DAB Bank gewährt den Tagesgeldzins von 2,75 Prozent nur neuen Kunden, sie garantiert den Satz bis Ende September 2012 für eine Anlagesumme bis 20 000 Euro.

Bei den beiden anderen Anbietern des Spitzensatzes, der niederländischen NIBC und der türkischen Tochter der kriselnden Dexia, Deniz Bank, müssen Sparer mit dem begrenzten gesetzlichen Einlagenschutz von 100.000 Euro leben. Hier lohnt sich also auf jeden Fall ein Blick auf die Bonität des Instituts.

Tagesgeld: Offerten mit begrenzter Einlagensicherung
InstitutZins in %Einlagensicherung in €
NIBC Direct2,75 100.000
Denizbank2,75100.000
Ikano Bank2,71100.000
VTB Direkt2,70100.000
MoneyYou2,70100.000

Anlagebetrag: 5000 €. Quelle: FMH-Finanzberatung.

Stand: 24.11.2011

Tagesgeld: Offerten mit erhöhter Einlagensicherung
InstitutZins in %Einlagensicherung in €
DAB Bank2,75 1,232,49 Mio.
Bank of Scotland2,70250.000
Cortal Consors2,60 1,345 Mio.
Wüstenrot2,55 1,4126 Mio.
ING-DiBa2,50 1,51,23 Mrd.

Anlagebetrag: 5.000 €. 1) Nur für Neukunden.

2) Zinsgarantie bis 30.9.2012. Zins ab 20.000 €: 0,5 %.

3) Zinsgarantie: 12 Monate. Zins ab 50.000 €: 1,75 %.

4) Zinsgarantie: 6 Monate. Zisn ab 10.000 €: 1,33 %.

5) Zinsgarantie: 6 Monate. Quelle: FMH-Finanzberatung.

Stand: 24.11.2011

Kommentare zu " Vergleich: Wo es Top-Zinsen gibt"

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  • Börsentalfahrt? Wo? Wer die Börse geschickt nutzt, lacht nur über Kapitalerträge unter 10% p.a. Das kann sogar Müller-Meier-Schmidt erreichen bei überschaubarem Risiko.

    Beim Onlinehandel mit Aktien können viele Vorgänge inzwischen dank EDV und Handy automatisiert werden, so dass man als Anleger ganz normal seiner beruflichen/privaten Tätigkeit nachgehen kann.

    5-10 gezielte Handelsaktionen p.a. können bereits mehr als 5% Kursgewinne NACH Steuern und Gebühren einbringen. In einigen Fällen werden so sogar Kapitaleinsätze verdoppelt bis verdreifacht!

    Jeder sollte sich spätestens jetzt informieren, wie das geht. Denn so wurde und wird u.a. weiterhin bei den Investmentbanken das große Geld verdient...

    Der private Aktienhändler sollte nur entgegen dem Verhalten einiger Investmentbanken eines beherrschen: Die Gier ausschalten.

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