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Eine sichere Rente braucht gute Beratung

Eine passende Strategie für die Altersvorsorge zu entwickeln, ist für den einzelnen Verbraucher eine anspruchsvolle Angelegenheit.

HB DÜSSELDORF. Zwar gibt es eine Vielzahl verständliche und von kommerziellen Interessen unabhängige Informationen, die Privatleuten einen ersten Überblick über den Markt verschaffen, man denke nur an die Ratgeber der Verbraucherzentralen. Dennoch empfehlen selbst die Autoren der entsprechenden Ratgeber in jedem Fall eine intensive individuelle Beratung. Zu groß sind Vielfalt und Komplexität der möglichen Anlageformen und Produkte, zu unterschiedlich die Lebensumstände im Einzelfall.

Ein erfolgreiches Beratungsgespräch sollte den individuelle Bedarf einem mehrstufigen Prozess ermitteln. Zuerst sollte geklärt werden, welche staatlichen Fördermöglichkeiten der Verbraucher nutzen kann. Dabei sollte er genau prüfen, ob die Förderbedingungen zur persönlichen Lebensplanung passen. Das heißt beispielsweise, ob der potenzielle Riestersparer damit leben kann, die erhaltenen Förderbeträge zurückzuzahlen, wenn er im Alter seinen ersten Wohnsitz ins Ausland verlegt und nicht mehr in Deutschland der Steuerpflicht unterliegt. Ebenso ist zu klären, ob der Verbraucher bei der Entscheidung für eine "Rürup"- oder Basisrente auf die vorzeitige Verfügbarkeit seines Geldes verzichten kann. Bei der betrieblichen Altersvorsorge wiederum spielt beispielsweise die Frage nach der Arbeitsplatzsicherheit eine wichtige Rolle.

Nachdem geklärt ist, ob und welche staatliche Förderung genutzt werden sollte, geht es um die Wahl der richtigen Produktform. Für die Altersvorsorge kommen dabei prinzipiell alle kapitalansparenden Vorsorgeformen in Frage - vom Fonds- und Banksparplan über sonstige Geldanlagen und Versicherungen bis hin zur Immobilie. Erst danach steht die Auswahl des konkreten Produkts im Fokus. Empfohlen werden sollten renditestarke Produkte - das klingt selbstverständlicher, als es ist. Tatsächlich beeinträchtigten hohe Provisions- und Verwaltungskosten die Leistungsfähigkeit vermeintlich renditeträchtiger Produkte. Eine verbrauchergerechte Beratung sollte also neben dem Ertrag auch die Kosten berücksichtigen.

Schließlich sollte ein guter Altersvorsorgeberater nur solche Produkte empfehlen, die dem Anspruch der Verbraucher nach Flexibilität und Sicherheit entsprechen. Alles in allem muss die Empfehlung auch der finanziellen Leistungsfähigkeit des Anlegers entsprechen. Wen die Altersvorsorge finanziell überfordert, der wird dazu neigen, seine Vorsorgeverträge vorzeitig zu kündigen. Dies wiederum führt zu teilweise erheblichen, vor allem aber vermeidbaren Verlusten.

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