Versicherungen im Test
Trotz Krankheit vor finanzieller Krise geschützt

Wer plötzlich nicht mehr arbeiten kann, hat neben den gesundheitlichen auch noch finanzielle Schwierigkeiten zu bewältigen. Zusatzversicherungen können den Verdienstausfall mindern. Eine Studie zeigt die besten Policen.
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FrankfurtEin Unfall, eine Risikoschwangerschaft, eine psychische Erkrankung oder eine schwere Infektion: Es gibt zahlreiche Gründe für einen Verlust der Arbeitskraft, und viele davon entstehen ganz plötzlich. Statistisch gesehen wird jeder vierte Arbeitnehmer lange vor der normalen Altersrente erwerbsgemindert – im Schnitt mit 47 Jahren. Dennoch wissen die meisten Berufstätigen nicht, wie hoch die Verdienstausfälle in einem solchen Fall für sie wären.

Verbraucherschützer raten deshalb dringend zum Abschluss einer Zusatzversicherung: Eine solche Police „gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte“, heißt es bei der Stiftung Warentest. „Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz“.
Wer das passende Produkt finden will, muss sich zunächst zwischen drei Hauptkategorien entscheiden: Soll es eine Versicherung der Grundfähigkeit sein, eine Berufsunfähigkeits- oder eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung?


In der Umgangssprache ist zudem oft die Rede von einer Arbeitsunfähigkeits-Versicherung. Doch genau genommen ist eine Arbeitsunfähigkeit per Definition vorübergehend: Ist jemand arbeitsunfähig, dann besteht die Aussicht auf Besserung und auf eine vollständige Genesung. Und in diesem Fall greift meist die normale Absicherung durch das Krankengeld der gesetzlichen Kassen – für maximal 78 Wochen binnen drei Jahren.

Durch eine spezielle Versicherung kann dagegen die Berufsunfähigkeit (BU) abgedeckt werden. Als berufsunfähig gilt, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich auf Dauer nicht mehr aufnehmen kann. Dabei reicht ein BU-Grad von 50 Prozent aus; das heißt, der Betroffene hat mindestens die Hälfte seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt und kann Tätigkeiten nicht mehr verrichten, die in seinem Beruf wichtig sind. In diesem Fall zahlt die BU-Versicherung eine monatliche Rente, deren Höhe vorher festgelegt wurde.


Zu den Hauptursachen für eine Berufsunfähigkeit zählen psychische Erkrankungen, Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie können jeden jederzeit treffen, weshalb eine private BU-Versicherung auch äußerst wichtig ist, sagt der Bund der Versicherten: „Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind hier unzureichend und Studenten, Auszubildende, Selbstständige und Hausfrauen oder Hausmänner erhalten häufig gar kein Geld.“

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