Weniger Rendite
Zinssenkung trifft Sparer

Auch wenn der Konkurrenzkampf der Banken für attraktive Angebote sorgen kann, müssen Sparer in den nächsten Wochen mit sinkenden Zinsen rechnen. Auch Immobilienbesitzer leiden: Baugeld wird trotz EZB-Entscheid teurer.
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Nach der historischen Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Donnerstag müssen Sparer nur teilweise mit noch schlechteren Konditionen rechnen. Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die viele Verbraucher in der Krise als sichere Häfen sehen, böten für Tagesgeld derzeit ohnehin meist Zinsen von unter einem Prozent, sagte der Chef der Frankfurter Finanzberatung FMH, Max Herbst. „Da wird sich nicht viel ändern." Zahlreiche andere Banken zahlten aber noch immer attraktive Zinsen. Hier könnten sich die Konditionen um 0,1 bis 0,15 Prozentpunkte verschlechtern.

Mit Zinssenkungen beim Tagesgeld sei innerhalb der kommenden drei bis vier Wochen zu rechnen, sagte Herbst. Jedoch sei davon auszugehen, dass viele Kreditinstitute zunächst die Lage und das Verhalten der Konkurrenz genau beobachteten, um die Angemessenheit einer Zinssenkung zu bewerten. Im Kampf um das Geld von Sparern wollten manche Institute „Kunden nicht durch niedrige Zinsen verschrecken".

Auch Marcus Preu vom Finanzportal Biallo geht davon aus, dass nur Teile der Kreditwirtschaft die Konditionen für Sparer beim Tagesgeld noch weiter verschlechtern. „Letztlich kommt es auf die Zielsetzung der jeweiligen Bank an", sagte Preu. Nutze sie Tagesgeld zur Kundengewinnung, könnten Sparer dort auch weiter mit überdurchschnittlichen Zinsen rechnen.

Im Durchschnitt aber werde das Zinsniveau beim Tagesgeld etwas sinken. Derzeit bekämen Anleger im Schnitt 1,12 Prozent für Tagesgeld. Dieser von Biallo berechnete Indexwert werde „mit der Senkung des Leitzinses weiter bröckeln".

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Dispo-Zinssätze sinken

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  • ... die Dummen und Einfältigen schieben den Grund ihres Nichtverstehens stets auf andere. "Selbstschutz" ...

    ... aber ich erläutere es dennoch:
    hohe Zinsen nutzen vor allem dem faulen, kapitalbesitzenden Pack, das nix kann, nix leistet, und auf höchstem Niveau abkassieren möchte, während andere für deren Zinsen die Leistung erbringen.
    Gesellschaftlich gesehen ist dies ein "Status ohne Gegenleistung" - oft in der x-ten Generation.

    Es ist die "Eigentumsgesellschaft", die Ungleichverteilung, welche nicht nur die Ursache für die schlechte Stimmung und die als Stress wahrgenommene Spannung ist,
    sondern auch die eigentliche Ursache der ganzen Krise.

    Erst durch die Ungleichverteilung entsteht der Zwang zur Überschuldung, der Zwang, per Kredit die Nachfrage zu finanzieren.

    Leider sind jetzt ersteinmal nur die dummen, treudoofen Sparer mit dem Aderlass an der Reihe - den Eigentümern des Produktivkapitals und der Sachwerte geht es so schnell noch nicht an den Kragen.

    ... vielleicht in 15 bis 20 Jahren,
    wenn sich das System erneut in der gleichen Situation wegen der selben Ursachen befindet, und die Menschen -dank demokratischerer Informationsquellen und Wissensbasis- sich auf einem aufgeklärterem Level befinden.

    Für die Zukunft meiner Kinder bin ich da recht zuversichtlich.

  • waren Sie bei diesem Text alkoholisiert?...Die singen auch immer so sinnlos herum..Der arme Sohn...

  • Niedrige Zinsen nur für Banken, der Verbraucher hat gefälligst ordentlich Zinsen zu zahlen, für seine Kredite.
    Wo kommen wir dahin, wenn der Pöbel auch noch dort entlastet werden soll.

    Alle Macht den banken & ihrer Politikerlobby

    (Ironie aus)

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