Wohl geringere Beitragserhöhung Rentenversicherung nimmt mehr ein als erwartet

Wegen deutlich höherer Einnahmen als geschätzt wird die Deutsche Rentenversicherung den Beitragssatz 2019 wohl nur gering erhöhen müssen. Die gute Situation und steigende Löhne kommen den Rücklagen zugute.
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Die Rentenbeiträge steigen wohl deutlich weniger stark als bisher vorrasugesagt. Quelle: dpa
Deutsche Rentenversicherung nimmt mehr ein als gedacht

Die Rentenbeiträge steigen wohl deutlich weniger stark als bisher vorrasugesagt.

(Foto: dpa)

BerlinDie Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung entwickeln sich besser als erwartet, so dass die Erhöhung des Beitragssatzes im Jahr 2019 geringer ausfallen könnte als bisher berechnet. Der Beitragssatz könne bis 2018 stabil bei 18,7 Prozent des Bruttolohns bleiben, teilte die Behörde am Freitag mit.

Im Jahr 2019 müsse der Beitrag nach neuen Berechnungen des Schätzerkreises aus Vertretern der Rentenversicherung und des Bundesarbeitsministeriums dann um 0,1 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent steigen. In ihrer Mai-Schätzung waren die Experten für 2019 noch von einer Erhöhung auf 19,1 Prozent ausgegangen.

Grund für die veränderte Prognose ist laut Rentenversicherung vor allem die günstige Entwicklung der Beitragseinnahmen. Diese werden von der hohen Beschäftigung und steigenden Löhnen beeinflusst. Die Rücklagen in der Rentenkasse werden daher langsamer aufgezehrt als angenommen.

Ende 2015 werde die Nachhaltigkeitsrücklage voraussichtlich 33,4 Milliarden Euro betragen. Im Mai war noch von 31,4 Milliarden Euro ausgegangen worden. Erst 2019 würden demnach die Reserven soweit verringert, dass eine Beitragserhöhung nötig ist. In den Berechnungen sind die Mehrausgaben für die seit Juli 2014 ausgeweitete Mütterrente und die Rente mit 63 berücksichtigt.

  • rtr
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