Zertifikate
Für jeden Zweck das passende Produkt

Während der Privatanleger vor 15 Jahren lediglich zwischen Aktien, Fonds und Staatsanleihen wählen konnte, eröffnet sich ihm heute ein ganzes Universum verschiedenster Anlagevehikel. Für jeden Anlagetyp, jede Risikoneigung, jeden Anlagehorizont und jeden steuerlichen Hintergrund gibt es heute das passende Produkt. Ohne Frage hat in der jüngsten Vergangenheit vor allem die Zertifikate-Branche einen wichtigen Beitrag zu dieser Vielfalt geleistet.

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre entstand in Deutschland das, was es in den USA oder auch in den europäischen Nachbarstaaten bereits seit langem gab, eine Aktienkultur. Die Emission der so genannten Volksaktie der Deutschen Telekom leistete ihren Beitrag. Die Kehrseite der Medaille war, dass der Run auf Aktien aller Art zum Selbstläufer wurde und jede Emission zigfach überzeichnet war. Das einer solchen spekulativen Blase irgendwann die Luft ausgehen musste, war absehbar. Doch Aktien von Unternehmen des Neuen Marktes wurden auch dann noch gekauft, als sich die Eigentümer schon langsam von ihren Aktienpaketen verabschiedeten.

Viele Anleger verzeichneten deshalb in der Baisse der vergangenen Jahre dramatische Kursverluste in ihren Portfolios. Die Konsequenz, die sich daraus ergeben hat, ist eine starke Nachfrage nach Garantieprodukten. Der Privatanleger verzichtet gerne auf ein paar Prozentpunkte Rendite, wenn er dafür sicher sein kann, dass ihm Kursverluste von 80 oder sogar 90 Prozent erspart bleiben. Von Garantiefonds über Garantieanleihen bis hin zu Garantiezertifikaten - die Finanzbranche hat eine ganze Palette von passenden Angeboten parat. Ob ein Produkt besser als das andere ist, lässt sich dabei nicht pauschal sagen, sondern muss auf die jeweilige Situation des Anlegers abgestimmt sein.

Anleihen schütten in der Regel einen Coupon aus. Dieser unterliegt unmittelbar der Einkommenssteuer. Für einen Anleger, der seinen Zinsfreibetrag bereits ausgeschöpft hat, ist dieses Produkt eher uninteressant. Ein Garantiefonds oder ein Garantiezertifikat, dass die Erträge thesauriert, ist in einem solchen Fall eher zu empfehlen.

Maßkonfektion für Anleger

Der Anleger, der in Zertifikate investieren will, sollte sich von Anfang an mit der Thematik genau auseinandersetzen. Wie beim Kauf eines Anzugs hat der Anleger bei der Auswahl dieses Anlagevehikels drei Möglichkeiten: Der Anzug von der Stange entspricht einer Aktie oder einem Investmentfonds. Man probiert an, was da ist, und entscheidet sich dann für das Produkt, das am besten passt.

Das andere Extrem ist der Maßanzug. Der ist teuer, passt aber wie eine zweite Haut. Bei Finanzanlagen steht diese Option in der Regel nur ab Anlagesummen von mehreren Hunderttausend Euro zur Verfügung und ist, wie der Maßanzug, nur für eine kleine Käuferschicht relevant. In der Bekleidungsindustrie setzt sich im Gegensatz dazu immer stärker die Maßkonfektion durch. Dabei wählt der Kunde aus einer Vielzahl von Modellen und Stoffen jene aus, die er haben möchte, gibt die Maße an und der Anzug wird nach seinen Vorgaben hergestellt. Das Äquivalent dazu sind die Zertifikate. Vor der Kaufentscheidung setzt sich der Anleger mit den verschiedenen Produkten auseinander, wählt Laufzeit und Auszahlungsprofil aus, lässt die eigene Markterwartung einfließen und bekommt dann das passende Produkt.

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