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24.08.2007 

Haben diese schweren Zeiten schon begonnen? 470 Milliarden Dollar an Krediten für geplante Firmenkäufe liegen auf Eis. Die Kreditforderungen verkaufen die Banken weiter an Hedgefonds beispielsweise, die ihr Geld von Lebensversicherungen und Pensionskassenmanagern bekommen. Doch dieser Kreislauf gerät ins Stocken. Die Anleger scheuen davor zurück, die Kreditpapiere ins Depot zu nehmen, seit die Probleme im US-Immobilienmarkt und mit Hypotheken auch für den Letzten offenkundig sind.

Wenn den Private-Equity-Investoren der Treibstoff für ihre Übernahmen ausgeht, fehlt an der Börse eine wesentliche Triebfeder des Booms der vergangenen Monate. Mehr noch: Das Geschäftsmodell der gesamten Branche könnte ins Wanken geraten. Finanzinvestoren sammelten nicht nur gigantische Summen bei privaten und institutionellen Anlegern ein, denen sie hohe Renditen versprachen. Mit historisch niedrigen Zinsen war es für Blackstone, KKR & Co. einfach und vor allem billig, ihre Kriegskassen mit bis zu 90 Prozent geliehenem Geld aufzublasen. Allein in den ersten sieben Monaten 2007 kündigten Finanzinvestoren und Unternehmen Übernahmen im Gesamtwert von 3 400 Milliarden Dollar an – 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und schon genau so viel wie im gesamten Rekordjahr 2006.


» Special: Was Analysten meinen, wenn sie „kaufen“ sagen


Bis sich die Situation "beruhigt habe", werde es sehr schwierig sein "eine Transaktion mit mehr als 150 Millionen Euro Akquisitionsfinanzierung durchzuführen", sagt Peter Blumenwitz, Geschäftsführer bei der Private-Equity-Gesellschaft Buchanan Capital Partners. "Die ganze Situation ist ein tiefer Einschnitt, die Zeit der großen Übernahmen von Finanzinvestoren ist zunächst einmal vorbei", bestätigt Peter Laib, Managing Director des Private-Equity-Großinvestors Adveq in Zürich.

Schon im Juli brach die Übernahmewelle in sich zusammen: Finanzinvestoren stemmten nur noch Zukäufe von 83 Milliarden Dollar – 46 Prozent weniger als im Juni. Ängstliche Banken kassierten Kreditzusagen von 60 Milliarden Dollar wieder ein. Rolf Christof Dienst, Vorsitzender der deutschen Kapitalbeteiligungsbranche, stimmt seine Kunden bereits auf sinkende Renditen ein (siehe Interview "Eine gesunde Zäsur"). Dumm für private Anleger, die 2006 mit 2,3 Milliarden Euro so viel Geld wie nie in geschlossene, oft zehn Jahre laufende Finanzinvestorenfonds gesteckt haben. International 400 Milliarden Dollar sammelten Heuschreckenfonds 2006 ein.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Banker sehen eine "gesunde Korrektur"

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