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10.02.2008 

Wer sich dazu durchringen könne, etwa ein zu großes Haus zu verkaufen, befreie sich und oft auch seine Kinder nicht nur von einer Verpflichtung, sondern schaffe zusätzliches freies Kapital zum Leben. Denn für eine zusätzliche lebenslange Rente über monatlich 1 000 Euro ab dem Alter von 60 Jahren benötige man immerhin rund 200 000 Euro, rechnet der Versicherer Delta Lloyd vor.

Da die gesetzliche Rente bereits heute längst nicht mehr aus reicht, um den Lebensstandard zu halten, "gehört das Thema private Altersvorsorge in jedes Beratungsgespräch", sagt Verbraucherschützer Bieler. Mit 50 Jahren könne man bis zum Rentenbeginn schon noch etwas ansparen, meint er. Helfen können dabei nach wie vor die staatliche Förderung privater Vorsorge und die betriebliche Altersvorsorge, auf die jeder Arbeitnehmer Anspruch hat.

Jeder Rentenversicherungspflichtige sollte zunächst Zulagen oder Steuerbonus bei der Riester-Rente mitnehmen, sind sich Finanzberater einig. Einem 50-Jährigen empfiehlt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten noch einen defensiv ausgerichteten Fondssparplan. Ab 55 Jahren müsse es wegen der Planungssicherheit dann aber ein Banksparplan oder eine kostengünstige Rentenversicherung sein.

Mehr als einige hundert Euro sollte sich ein 50-Jähriger von den jährlich maximal geförderten 2 100 Euro beim Riestern allerdings nicht erhoffen, meint Bieler. Als heimliches Steuersparmodell für Ältere mit gutem Einkommen hat sich laut Bieler die Rürup-Rente entpuppt. Hier kann man künftig bis zu 20 000 Euro im Jahr als Vorsorge von der Steuer abziehen. Allerdings wird die Rürup-Rente als starr kritisiert, da sie nicht kündbar und nur als Rente auszahlbar ist.

Ohnehin empfiehlt sich für jeden, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Für ideal halten Berater einen Mix aus gesetzlicher und privater Rente sowie etwa einen Auszahlplan aus Anlagekapital. "Gerade im Alter möchte man flexibel sein, falls man kurzfristig Geld braucht", sagt Rudnik. Da nütze es nichts, wenn man hohe Summen in eine Basisrente angelegt habe und nicht an das Kapital heran komme.

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