Lieber unabhängig: Also besser gleich auf die Empfehlungen von Friends und Family hören? Das muss nicht der schlechteste Rat sein. Aber vielleicht ist ein anderer Tipp oft besser; vor allem wenn es um eine komplexe Altersvorsorge geht, in der auch Immobilien und Steuerfragen eine große Rolle spielen: die Honorarberatung. Dann ernährt sich der Berater nicht von den Provisionen, die ihm Lebensversicherungen oder Fonds für den erfolgreichen Verkauf ihrer Produkte zahlen, sondern von dem Honorar, dass ihm die Vorsorgewilligen wissentlich zahlen. Im Gegenzug soll er umfassende, unabhängige Beratung liefern und dafür haften.
Qualifizierte Kandidaten finden sich beispielsweise unter den Mitgliedern des Bundesverbandes der Versicherungsberater oder bei den sogenannten Certified Financial Planer (CFP). Markus Becker, selbst CFP in Düsseldorf, rechnet vor, was die Beratung kostet: "Für einen 40-jährigen, gutverdienenden Familienvater mit zwei Kindern und einer Immobilie, der schon eine Direktversicherung, eine Riester-Rente und einen Fondssparplan hat, dürfte das günstigste Angebot bei etwa 500 Euro liegen. Das entspricht etwa dem Stundensatz eines Steuerberaters oder Anwalts. Je komplexer die Ausgangslage, desto höher das Honorar."
Das könnte die optimale Geldanlage sein. Ein Prozent mehr Rendite in einer Lebensversicherung oder einem Fonds macht bei 100 000 Euro Einlage in 25 Jahren 376 Euro mehr Rente aus – pro Monat.
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