Immobilienboom
Während die Preise für Wohnimmobilien in den USA wegen der Finanzkrise rapide an Wert verlieren, erlebt der Markt für landwirtschaftliche Flächen eine regelrechte Blüte. Der Grund: Die enorm steigenden Preise für Weizen, Mais, Soja und andere Agrar-Rohstoffe.
Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt, dass der durchschnittliche Preis für ein Acre (knapp 4 050 Quadratmeter) Anbaufläche im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 2 700 Dollar gestiegen ist. Im Vergleich zu 1998 hat sich der Preis für Ackerland damit mehr als verdoppelt. Das Ministerium sagt für dieses Jahr einen weiteren Anstieg um 15 Prozent voraus.
Preisanstieg
In Iowa sind die Preise für Nutzflächen allein seit September um elf Prozent gestiegen. Für Spitzenlagen wird mehr als 5 600 Dollar je Acre gezahlt. Nach der jährlichen Erhebung de Universität von Nebraska verteuerte sich Ackerland in diesem Bundesstaat im vergangenen Jahr sogar um 23 Prozent auf 1 425 Dollar je Acre. Innerhalb von fünf Jahren stieg der Wert landwirtschaftlicher Flächen im Bundesstaat Nebraska, der zum Maisgürtel der USA zählt, um 88 Prozent.
Überhitzungsgefahr
Einige Experten sprechen bereits von der Gefahr einer Blase auf diesem Segment des Immobilienmarktes. Zuletzt waren in Nebraska beispielsweise im Jahr 1981 Spitzenpreise für Ackerland gezahlt worden. Das war kurz vor dem Crash des Agrarmarkts.
