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29.11.2007 

Überblick über Investmentfonds. Quelle: WirtschaftswocheLupe

Überblick über Investmentfonds. Quelle: Wirtschaftswoche

Wer seine Alterseinkünfte mit einer privaten Rente aufbessern will, sollte zunächst einen Kassensturz machen. Erspartes ist dabei nach liquiden und illiquiden Vermögensarten zu trennen. Liquide sind beispielsweise Wertpapierdepots, schwer flüssigzumachen Immobilien. Bei Lebens- und Rentenversicherungen hängt die Verfügbarkeit von der Vertragslaufzeit ab. Idealerweise werden die Policen fällig, wenn der Versicherte in den Ruhestand gehen will.

Wird eine Kapitallebensversicherung schon zum 60. Lebensjahr fällig, der Kunde will aber noch fünf Jahre weiter arbeiten, dann muss er sich überlegen, wie er dieses Geld plus alle übrigen liquiden Mittel zwischenparkt, um es später in eine zusätzliche Rente zu wandeln. "Bei einem Anlagehorizont von fünf Jahren sollten Anleger kein zu großes Risiko mehr eingehen", sagt Lutz Overlack, Geschäftsführer der Anlageberatung Fund Market in Düsseldorf. Er rät dann zu Anleihen oder Festgeldkonten.

Bei einem Anlagehorizont von fünf bis zehn Jahren bieten sich auch Mischfonds an, die 25 bis 50 Prozent in Aktien und den Rest in Anleihen investieren (siehe Tabelle: Wette auf ein langes Leben, dazu die Beispielrechnung am Ende dieses Artikels). Angesichts der derzeitigen Zinsentwicklung sind reine Rentenfonds nicht die erste Wahl, weil sie kaum mehr einbringen als ein Tages- oder Festgeldkonto.

Erst wenn zehn oder mehr Jahre bis zum Renteneintritt zur Verfügung stehen, macht es Sinn, über Aktienfonds nachzudenken, weil sonst die Gefahr zu groß ist, dass der Anleger in einer für ihn ungünstigen Börsenphase ein- und aussteigt. Gänzlich ungeeignet zum Zwischenparken sind Lebensversicherungen, weil sie den Anleger an einen bestimmten Termin binden und Laufzeiten von weniger als zwölf Jahren steuerlich keinen Sinn machen. Zudem ist der Steuervorteil von Policen mit Einmalauszahlung seit Januar 2005 stark geschrumpft.


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