Gute Fonds alleine sichern allerdings noch keinen funktionierenden Entnahmeplan. Schließlich bleibt immer noch das Problem, dass sich bei Vertragsabschluss nicht abschätzen lässt, wie lange der Anleger seinen Ruhestand genießen kann. Tom Friess schlägt daher ein zweistufiges Entnahmemodell vor. Zunächst fließen lediglich 40 bis 50 Prozent in einen ersten Auszahlplan, vorzugsweise über zehn Jahre. "Der Rest wird zum Großteil in Aktienfonds angelegt und wächst mit den Erträgen weiter an", sagt Friess.
Sind die zehn Jahre um, könnte die dann 75-jährige Anlegerin aus der Beispielrechnung einen zweiten Entnahmeplan über 10 oder 15 Jahre starten. Um ganz sicherzugehen, bliebe ihr noch die Option, 20 bis 25 Prozent des nach dem ersten Auszahlplan verbliebenen Kapitals als eiserne Reserve zurückzulegen. Mit 85 oder 90 bliebe ihr noch ein Notgroschen für die dritte Entnahmerunde oder für die Erben ein zusätzliches Bonbon.
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