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29.11.2007 

Wette auf ein langes Leben

Private Rentenversicherung und Entnahmeplan mit Investmentfonds im Vergleich

Beispielrechnung:

Eine 65-Jährige hat 250 000 Euro zur Verfügung, die sie für ihre Rente nutzen will. Sie kann zwischen einer privaten Rentenversicherung und einem Entnahmeplan (Fondsdepot) wählen. Die Rendite der Rentenversicherung entspricht dem Durchschnitt der zehn besten Anbieter, die des Fondsdepots liegt je nach Szenario bei 3,5, 4,5 oder 5,5 Prozent. Bei der Rentenversicherung liegt der Steuersatz bei 35 Prozent auf 18 Prozent des Ertraganteils, bei der Fondsrente sind es 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, also 26,4 Prozent. Beide Modelle gehen aus von 1 171 Euro monatlicher Rente nach Steuern (Rentenversicherung inklusive nicht garantierter Überschüsse).

Nur in den ersten zehn Jahren haben die Hinterbliebenen Ansprüche aus der Rentenversicherung, falls der Versicherte frühzeitig stirbt. Die Rente aus der Versicherung fließt lebenslang, die aus dem Fondsdepot dagegen nur so lange, wie das Depotguthaben reicht. Beispiel: Verzinst sich das Fondsdepot mit 3,5 Prozent pro Jahr, ist das Guthaben im 87. Lebensjahr aufgebraucht, es fließt danach keine Privatrente mehr. Bei einer Fondsrendite von 5,5 Prozent wäre mit 93 Schluss. Wie hoch der finanzielle Vor- oder Nachteil des Entnahmeplans gegenüber der Rentenversicherung ist, zeigt der Vergleich unten.

Das Fazit: Die Leibrente lohnt sich für rüstige Rentner, die keine Kinder haben. Wer flexibel bleiben möchte, ist mit dem Entnahmeplan besser bedient.

Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 47, 19.11.2007


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