Die Deka bietet ihr Rürup-Fondsprodukt in zwei Varianten an, in denen das Kapital jeweils in verschiedenen Fonds angespart wird. Ein Produkt beinhaltet dabei eine Kapitalgarantie auf die eingezahlten Beträge abzüglich des Ausgabeaufschlags. Im Unterschied zu den am Markt auch angebotenen fondsgebundenen Rentenversicherungen fließt das Kapital in der Ansparphase nicht in eine Versicherung. Zu Beginn der Rentenphase, deren Start der Sparer bei Rürup-Produkten meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr selbst festlegen darf, gelangt das Kapital dann – wie bei Rürup-Produkten vorgeschrieben – in eine Rentenversicherung.
Laut Deka spart der Anleger mit dieser Fonds-Rürup-Variante Kosten und kann flexibler einzahlen als in Versicherungen. Verbraucherschützer monieren hier allerdings relativ hohe Kosten. Grund: Bei dem Deka-Produkt fallen Ausgabeaufschläge beim Kauf der Fondsanteile sowie Verwaltungsgebühren an. Überdies fließt das Geld in Dachfonds, die wiederum Gebühren an die Fonds im Fonds zahlen.
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Andere große Fondsanbieter äußern sich bislang zurückhaltend zum Thema Fonds-Rürup-Rente. Die Deutsche-Bank-Tochter DWS zum Beispiel arbeitet nach eigener Aussage an einem Ausweg aus der Lage, um eine gute Lösung für die Kunden zu finden. Bei der Allianz-Fondstochter AGI prüft man derzeit „ob es Sinn macht, ein eigenes Produkt anzubieten“. Bislang haben die großen Fondshäuser gemeinsam mit ihren Versicherungspartnern Rentenversicherungen in ihrer Produktpalette. Auf diese Weise profitieren sie zumindest indirekt vom Marktwachstum. Anleger unterschreiben zu zwei Dritteln fondsgebundene Rürup-Rentenversicherungen. Dieses Geld managt die Fondsbranche in der Einzahlphase.
Die Versicherer sammeln unterdessen zunehmend mehr Rürup-Kapital ein. Der Versicherungsverband GDV meldet für 2007, dass sich das Neugeschäft um 318 000 neue Rürup-Verträge fast verdoppelt hat auf einen Bestand von rund 600 000.
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