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23.02.2008 
Steuerliche Aspekte

Keine Angst vor dem Fiskus

von Patrick Mönnighoff

Der Traum von der Weltreise, der eigene Wintergarten – viele Menschen können ihre kostspieligen Wünsche erst im besten Alter verwirklichen. Doch in Zeiten sich verändernder Lebensbedingungen hat die Generation „50plus“ mit neuen Herausforderungen zu kämpfen: Warum es wichtig ist, in dem Jahrzehnt vor der Rente die Altersvorsorge zu planen.

Den Ruhestand genießen: Durch eine rechtzeitige Finanzplanung können auch im Alter Wünsche und Ziele verwirklicht werden. Foto: ArchivLupe

Den Ruhestand genießen: Durch eine rechtzeitige Finanzplanung können auch im Alter Wünsche und Ziele verwirklicht werden. Foto: Archiv

DÜSSELDORF. Die Kinder sind aus dem Haus, die Karriere ist auf dem Höhepunkt, und die Midlife-Krise längst überstanden: Nicht ohne Grund wird die Generation „50plus“ häufig „Best Agers“ genannt. Und dabei steht ihnen das Beste oftmals erst noch bevor: die lange ersehnte Weltreise, endlich Überwintern in Spanien oder zumindest der eigene Wintergarten. Doch gerade diese Wünsche kosten jede Menge Geld. Menschen jenseits der 50 müssen daher genau rechnen, um ihre Ziele zu erreichen – auch, weil ansonsten der Fiskus mitunter kräftig zuschlägt.

Gerade wenn das Geld nicht mehr ganz so knapp ist, vernachlässigen viele Menschen aber ihre Finanzplanung. „Heutzutage kann man sein Geld nicht mehr einmal anlegen und sich dann für zehn oder 20 Jahre keine Gedanken mehr machen“, sagt beispielsweise Thomas Lau, Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Laudatio. Auch Michael Hottinger, stellvertretender Geschäftsführer der Sparkassen Vermögensmanagement in Gelsenkirchen, rät zum Handeln: „Die Anleger müssen hinterfragen, welche Wünsche und Ziele sie im Alter haben und wie sie diese durch die heutige Geldanlage erreichen können.“ Dabei gelte häufig: „Je näher das Renteneintrittsalter, desto eher steht der Wunsch nach Vermögenssicherung und Liquidität im Vordergrund“, sagt Hottinger.

Doch nicht nur auf die veränderten Lebensbedingungen müssen die Best Agers reagieren. Auch die ständigen Produktneuheiten in der Finanzbranche und die regelmäßigen Änderungen am deutschen Steuerrecht können die Rendite der einzelnen Anlagen mitunter erheblich beeinflussen. „Ein entscheidende Frage ist beispielsweise immer, wie die heutigen Erträge in die Zeit der Verrentung und damit in die niedrigere Steuerprogression verlagert werden können“, sagt Hottinger. Denn nur so bleiben die Steuerpflichtigen von allzu hohen Abgaben verschont.

Ein gerade für ältere Gutverdiener lukrativer Steuerbonus sind daher beispielsweise die Beiträge zu einer Direktversicherung. Denn wenn der Arbeitgeber mitspielt, kann dieser einen Teil des Gehalts direkt in die Altersvorsorge einzahlen. Die Beträge sind bis zu 212 Euro im Monat nicht nur von der Steuer, sondern auch von Sozialabgaben befreit. Für weitere 1 800 Euro im Jahr müssen zwar Sozialabgaben gezahlt werden, Steuern werden aber auch hier nicht fällig. „Da bei etwas älteren Berufstätigen das Einkommen häufig schon eine gewisse Höhe erlangt hat, ist auch der persönliche Steuersatz meistens eher am oberen Rand“, sagt Lau. Die Steuerersparnis ist daher in diesen Fällen besonders hoch.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Einzahlungen in Direktversicherungen lösen Probleme.

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