Abschluss im Jahr 2004 ergibt nach Rechenmodell höchste Rendite
Experten empfehlen Direktversicherung

Der Abschluss einer Direktversicherung noch im Jahr 2004 ist derzeit für Arbeitnehmer die attraktivste Altersvorsorge, ergeben Expertenrechnungen.

DÜSSELDORF. Vor Inkrafttreten des neuen Alterseinkünftegesetzes schneidet sie auf Grund ihrer Steuervorteile unter marktüblichen Bedingungen auch besser ab als die Kapitalanlage auf eigene Faust. Die Kapitallebensversicherung wirft dagegen nach den Kalkulationen vom VZ-Vermögenszentrum wenig attraktive Renditen ab.

Die Modellrechnungen im pdf-Format

Die Empfehlungen des VZ-Vermögenszentrums (pdf-Format)

„Die betriebliche Altersvorsorge lohnt generell. Das zeigt auch das Beispiel Direktversicherung“, sagt Tom Friess von VZ in München. Steuerlich schlagen bei der Direktversicherung nach altem Modell der günstige Einkommensteuersatz von 20 Prozent auf die eingezahlten Beträge und die Steuerfreiheit nach Auszahlung positiv zu Buche. Außerdem werden bei der Direktversicherung mit durchschnittlich 14 Prozent weniger Kosten abgezogen als bei einer regulären Lebensversicherung, die etwa 17 Prozent der jährlichen Beiträge kassiert. Bis 2005 zu warten lohnt sich nicht, errechnete Friess. Dann sind zwar die Beiträge zur Direktversicherung steuerfrei, aber der Staat kassiert bei der Auszahlung der Versicherungssumme mehr, als er vorher verschenkt hat (nachgelagerte Besteuerung).

Bei einer Kapitallebensversicherung sind nicht nur saftige Provisionen fällig, der Kunde muss die Beiträge auch noch aus versteuertem Einkommen leisten. Bei ab 2005 abgeschlossenen Verträgen wird die Ablaufleistung zusätzlich teilweise besteuert.

Einen Jahresbeitrag von 1 437 Euro hat die VZ-Vermögensverwaltung für sämtliche Vergleichsrechnungen angesetzt. Er ergibt sich aus dem Maximalbeitrag von 1 752 Euro, den der Arbeitnehmer zum vergünstigten Steuersatz von 20 Prozent in die Direktversicherung einzahlen kann – abzüglich der Steuerersparnisse von 315 Euro, die Vater Staat indirekt dazuzahlt. Bei einer prognostizierten Verzinsung von 5,25 Prozent würde die Ablaufleistung einer Direktversicherung nach 20 Jahren 54 000 Euro betragen. Eine erst 2005 abgeschlossene Direktversicherung erbrächte eine höhere Ablaufleistung, wenn die Steuerersparnisse als Beiträge mit einfließen. Doch bei einem Grenzsteuersatz von 31 Prozent zum Renteneintritt blieben im Fallbeispiel nur noch 49 000 Euro übrig. Bei einer Kapitallebensversicherung bleiben dem Versicherten ab 2005 nur noch 41 400 Euro.

Mit 54 000 Euro ist die Direktversicherung nach altem Muster in der Regel auch günstiger als die Kapitalanlage auf eigene Faust. Wer lieber selber spart, kommt bei einer Anlagerendite von sechs Prozent im günstigsten Fall auf eine Summe von 49 000 Euro. Dabei wird angenommen, dass die Rendite zur Hälfte aus steuerfreien Kursgewinnen erzielt wurde.

Der unabhängige Versicherungsberater Michael Kronenberg bestätigt, dass die Direktversicherung eine lohnende Form der Altersvorsorge ist. „Wir haben in unseren Berechnungen ähnliche Ergebnisse erzielt.“ Allerdings warnen Bernd Katzenstein vom Deutschen Institut für Altersvorsorge und der Bund der Versicherten, dass jede Form der Lebensversicherung den Sparer auf viele Jahre bindet und er das eingezahlte Geld nur unter hohen Verlusten vorzeitig verwenden kann: Etwa 50 Prozent aller Lebensversicherungen werden vorzeitig gekündigt.

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