Aktuelle Rechtsprechung: Kein Krankentagegeld bei Verdacht auf Berufsunfähigkeit

Aktuelle Rechtsprechung
Kein Krankentagegeld bei Verdacht auf Berufsunfähigkeit

Eine Krankentagegeld-Versicherung muss nicht mehr zahlen, wenn der Verdacht der Berufsunfähigkeit besteht.

dpa KOBLENZ. Nach dem aktuellen Urteil des OLG Koblenz ist es sogar nicht unbedingt erforderlich, dass die Berufsunfähigkeit auch ärztlich festgestellt sein muss. Vielmehr können auch bloße Indizien genügen, um die Einstellung der Zahlungen zu rechtfertigen.

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine gegenteilige Entscheidung des Landgerichts Koblenz auf und wies die Klage eines Versicherten ab. Der Kläger hatte seit sieben Jahren von seiner Krankentagegeld- Versicherung wegen Arbeitsunfähigkeit Zahlungen von knapp 72 Euro täglich erhalten. Schließlich lehnte die Versicherung eine weitere Zahlung ab, weil mit einer vollen Arbeitsfähigkeit des Klägers nicht mehr zu rechnen sei.

Anders als das Landgericht gab ihr das OLG Recht. Angesichts des langen Zeitablaufs dränge sich auch ohne ausdrückliche ärztliche Feststellung die Prognose einer dauernden Berufsunfähigkeit auf unabsehbare Zeit auf, heißt es in dem in der Fachzeitschrift "OLG- Report" veröffentlichten Urteil.

(Az.: 10 U 618/08)

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